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Freitag, 26.02.2021, 18:19

Vertragsgespräche: Arminia Bielefeld muss verhandeln

Pünktlich zum Sommer, bevor der Wechsel in die neue Saison eingeläutet wird, werden die im Winter gehandelten Transfergerüchte umgesetzt. Spieler kommen, Spieler gehen. Meist ist dabei die Rede von wenigen Spielern pro Team, die in anderen Vereinen ihr Glück suchen. Bei Arminia Bielefeld sieht es 2021 deutlich schwerwiegender aus: 14 Verträge laufen in diesem Jahr aus.

Diese Situation gibt es nur selten! Während sich die großen Vereine um den Erhalt oder den schnellen Abschied eines Spielers bemühen, harren bei Bundesligist Arminia Bielefeld derzeit 14 von Spieler in der Schwebe aus. Ihre Verträge laufen zum Saisonendeaus und wurden bisher noch nicht verlängert. Statt seinen Kader für die neue Saison festzulegen und Strategien auszuprobieren, sitzen die Verantwortlichen vorerst die Situation aus.

Grund für die Wartesituation ist die Tatsache, dass sich Arminia Bielefeld auf dem 16. Platz der Bundesliga-Tabelle befindet und somit in der Auf- oder Abstiegsfalle gefangen ist. Alles ist möglich für die Mannschaft, die auf dem drittletzten Tabellenplatz feststeckt. Jedes neue Spiel könnte für einen kleinen Schritt nach vorn sorgen, während eine Niederlage das Team gefährlich nah an den Abstieg rückt. Zwar ist deutlich zu erkennen, dass die Chancen auf den Gesamtsieg mit einer Quote von 4501,00 (Stand: 25. 02.) bei den besten Buchmachern wie bet365 im Sportwetten Vergleich eher unrealistisch sind, aber zumindest bleiben die Hoffnungen, dass sich Arminia Bielefeld gegen Mainz 05 und Schalke als Tabellenletzte durchsetzen könnte. Die Situation der offenen Verträge sollte die betroffenen Spieler nicht ablenken.

Wer hofft, wer bangt?

Von insgesamt 27 laufenden Verträgen werden in diesem Sommer 14 Verträge neu durchdacht. Selten steht ein Verein vor der Situation, dass im schlimmsten Fall 14 Spieler gehen müssen. Mit diesem Szenario rechnet zwar niemand, doch in der Theorie könnte es durchaus möglich sein. Zu den Wackelkandidaten gehören Manuel Prietl, Andreas Voglsammer und Jóan Símun Edmundsson. Letzterer sah sich in der Vergangenheit immer wieder Kritik ausgesetzt. Aber auch Ritsu Doan und Masaya Okugawa zittern.

Für Fans stellt sich die Frage, warum die Verantwortlichen um Sportchef Samir Arabi noch keine Entscheidungen treffen wollen und die Spieler im Dunkeln lassen. Eine angespannte Finanzlage des Vereins sowie die entscheidenden Spiele der kommenden Wochen, in denen die Leistung jedes Einzelnen über Auf- oder Abstieg entscheidet, ist Grund der ungewöhnlichen Situation. Eine schnelle Lösung darf aktuell nicht zu erwarten sein. Nächste Matches bestimmen Verlauf

Nächste Matches bestimmen Verlauf

Um sich als wichtige Komponente im Team noch einmal zu beweisen, können alle Spieler in den anstehenden Partien gegen Borussia Dortmund oder Werder Bremen zeigen, was sie auszeichnet. Ebenfalls der 1. FC Berlin, der trotz Ausfall von Niko Gießelmann punktet, ist ein sicherer Gegner. Kraftvolles Spiel und taktische Züge kann Bielefeld in jedem Fall gebrauchen, um sich einen der rettenden Aufstiegspunkte zu sichern. Für die gegnerischen Mannschaften sind die Spiele dagegen eine Fingerübung. Ihre Position in der Bundesliga ist – zumindest im Vergleich mit den Bielefeldern – gesichert. Der Kampfgeist von Prietl und seinen Männern sollte somit auf volle Leistung gehen.

Für Fans wird der Frühling eine doppelte Zitterpartie. Die Entwicklung der Tabellenpositionierung als auch die Frage, wer im Team bleibt und wer geht, bestimmt die kommenden Monate. Ob sich in der neuen Saison bekannte Gesichter in der Bundesliga oder in der 2. Liga wiederfinden, wird für schlaflose Nächte sorgen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Fussball-Nachrichten« (1.01.1970, 01:00)


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