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5 821

Freitag, 3.07.2015, 22:23

Dann wird das Sport1-Topspiel einfach Dienstags um 18.00 Uhr vor der CL ausgetragen... Ausser wenn die Bayern mal wieder in Moskau zur gleichen Zeit spielen sollen, dann wird's Dienstags 16:00 Uhr.... :nein:
Und sonntags spielen wir um 11.00 Uhr! Müssen die Jugendteams ja auch... ?(
Herzblut ist blau!

\"Wer die Vergangenheit nicht studiert, wird ihre Irrtümer wiederholen. Wer sie studiert, wird andere Möglichkeiten zu irren finden.\" (Helmut Schmidt)

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5 822

Freitag, 3.07.2015, 22:42

Da 1. und 2.Liga nie zur gleichen Zeit spielen, hätte dies sicherlich auch neue Anstoßzeiten für die 2.Liga zur Folge. Vielleicht montags um 18 Uhr. Sport 1 wird da auch nicht besonders viel zu melden haben. Was zahlen die und was zahlt sky...?
Ich frage mich nur, wann die 2.Liga dann sonntags noch spielen soll? Vielleicht um 11,30 Uhr?

Aber sky kommt seinen Zielen damit immer näher.
Dann würden sich die 9 Spiele zukünftig auf 7 statt 5 verschiedene Anstoßzeiten verteilen. Wobei 6 davon dann in der Regel zur Anwendung kommen würden. Und den Sonntag hätten sie damit schon komplett zerstückelt.
Wobei die angedachte neue Sendezeit der Sportschau sogar vielleicht noch wichtiger wäre, als die Zerstückelung der Spiele selbst. Denn je kürzer und zeitlich unattraktiver die Berichterstattung im ÖR TV wäre, desto interessanter dürfte es für einige werden, sich ein sky-Abo zu holen. Und die Bereitschaft Preiserhöhungen zu akzeptieren, würde sicher auch steigen.

Bei mir wird das nicht funktionieren, mein Interesse begrenzt sich auf 2 Vereine, alles andere geht mittlerweile fast komplett an mir vorbei. Genau wegen der Zerstückelung. Ich habe mich schon vor Jahren von sky verabschiedet, lohnt sich einfach nicht für mich.
Was habe ich eben noch in einem anderen Forum gelesen? "Dann schaue ich mir die Zusammenfassung aller Spiele halt am Dienstag im Internet an." So in etwa läuft es bei mir schon ab, wenn überhaupt. sky wäre für mich wieder interessant, wenn es deutlich weniger Anstoßzeiten geben würde.

Wird aber sicher nicht passieren. Irgendwann haben wir 9 Spiele zu 9 verschiedenen Zeiten. Dann gibt es die BL live zum Frühstück - Montag Morgen...

5 823

Samstag, 4.07.2015, 09:45

Die DFL will zwei neue Anstoßzeiten für die Bundesliga einführen und damit die Spieltage noch mehr zerstückeln:

Doch pro Saison sollen maximal zehn Partien vom Samstag verlegt werden. Fünf davon sollen demnach am Sonntagmittag um 13.30 Uhr angepfiffen werden, die anderen fünf am Montagabend um 20.15 Uhr.

http://www.kicker.de/news/fussball/bunde…sportschau.html
Dann bin ich ja mal gespannt, wie sich das auf die Zweitligaanstoßzeiten auswirken wird. Montags wird Sport1 sicherlich auch ein Wort mitreden wollen!


Man muss sich nun mal was einfallen lassen, wie man mehr TV-Gelder ranschaffen kann. Wenn man sieht, was die englische Liga für einen Firminho oder einen Mainzer Japaner (komm grad nicht auf den Namen) zahlen kann, muss in der Bundesliga irgendwas geschehen.
Und ich glaub an die Meisterschaft
Dass eines Tages einer der Söhne von uns Arminia zum Meister macht

5 824

Samstag, 4.07.2015, 10:47

Die DFL will zwei neue Anstoßzeiten für die Bundesliga einführen und damit die Spieltage noch mehr zerstückeln:

Doch pro Saison sollen maximal zehn Partien vom Samstag verlegt werden. Fünf davon sollen demnach am Sonntagmittag um 13.30 Uhr angepfiffen werden, die anderen fünf am Montagabend um 20.15 Uhr.

http://www.kicker.de/news/fussball/bunde…sportschau.html
Dann bin ich ja mal gespannt, wie sich das auf die Zweitligaanstoßzeiten auswirken wird. Montags wird Sport1 sicherlich auch ein Wort mitreden wollen!


Man muss sich nun mal was einfallen lassen, wie man mehr TV-Gelder ranschaffen kann. Wenn man sieht, was die englische Liga für einen Firminho oder einen Mainzer Japaner (komm grad nicht auf den Namen) zahlen kann, muss in der Bundesliga irgendwas geschehen.


Warum muss denn in der BL etwas geschehen?
Zunächst einmal ist der englische TV-Markt mit dem deutschen überhaupt nicht zu vergleichen. Und das nicht nur im Bezug auf Fußball oder Sport, sondern ganz allgemein.
Die Folge davon ist eine deutlich unterschiedliche Bereitschaft sich Pay-TV anzuschaffen.
So hat Sky Deutschland 4 Mio Kunden (ca. jeder 20.), Sky Sports England 10 Mio (ca. jeder 5.).
Und egal was man auch in Deutschland noch versuchen würde oder wird, der Pay-TV-Markt ist schon ziemlich gesättigt. Auch bei den Abo-Preisen stößt man zwangsläufig mal an die Grenze. Zudem besteht irgendwann einmal auch die Gefahr, es zu übertreiben und der Schuss könnte nach hinten losgehen.
So werden sich bei uns mit Pay-TV niemals die Summen generieren lassen, wie in England. Das sollte einfach mal akzeptiert werden, auch von den deutschen Fußball-Machern.

Und selbst wenn die Engländer in der Lage sind, das Doppelte oder Dreifache an Ablösen und Gehältern zu zahlen, macht es die Spieler deshalb nicht gleichzeitig doppelt oder dreimal so gut. Die ganz großen Topstars haben um die BL schon immer einen Bogen gemacht. Früher war es Italien, jetzt sind England und Spanien die begehrtesten Ziele.
Dass die BL den Anspruch hat, möglichst ganz vorne mitzumischen ist völlig okay und sollte auch so sein, aber dass sie den ganz großen Wahnsinn nicht mitmacht, weil sie es einfach nicht kann, nützt ihr deutlich mehr, als es schadet.
Denn mit den großen Summen steigen auch das Risiko und die Wucht auf die Schnauze zu fliegen.
Ich denke, dass die BL mit ihrer Rolle als Nr.3 sehr gut leben kann. Das garantiert immer noch einen sehr regen Zulauf an guten Spielern und eine hohe Qualität. Und wenn sie die Spieler dann auch noch mit Gewinn nach England oder Spanien weiter verkaufen kann, ist das sicher kein Nachteil, während die anderen beiden sich die Spieler für diese utopischen Summen höchstens noch hin und her schieben können, immer mit dem Risiko am Ende Verlust zu machen.
Außerdem bleibt bei uns immer noch genug Luft für unsere eigenen Spieler, was sich dann auch positiv auf die Nationalmannschaft auswirkt.

5 825

Samstag, 4.07.2015, 12:17

Warum muss denn in der BL etwas geschehen?


Damit dies erhalten bleibt:

Ich denke, dass die BL mit ihrer Rolle als Nr.3 sehr gut leben kann.


Zunächst einmal ist der englische TV-Markt mit dem deutschen überhaupt nicht zu vergleichen. Und das nicht nur im Bezug auf Fußball oder Sport, sondern ganz allgemein.
Die Folge davon ist eine deutlich unterschiedliche Bereitschaft sich Pay-TV anzuschaffen.


Natürlich ist die Pay-TV/PPV-Kultur leider sehr rudimentär im Vergleich zur Insel und die Bundesliga hat es immer relativ gut hinbekommen trotzdem konkurrenzfähig zu bleiben, nur muss man sich jetzt mal frgaen, ob die Lücke durc hden neuen TV-Deal in England nicht zu groß wird.

Machen wir uns doch nichts vor. Dass Deutschland jahrelang 3 CL-Plätze hatte und jeztt sogar wieder 4, hat die Bundesliga einzig und allein Bayern zu verdanken, die seit Jahren regelmäßig ins VIertelfinale der CL einziehen und zuletzt sogar immer ins Halbfinale.

Diese 4 CL-Plätze haben wir nicht durch das regelmäßige reinrumpeln ins Achtelfinale von Leverkusen oder die grandiosen Heimauftritte von S04 gegen Real Madrid.

Nun, natürlich heißt mehr Kohle für die englischen Vereine nicht zwangsläufig, das es dort wieder sportlich bergauf geht, dennoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Vereine wie ManU, City, Chelsea, Liverpool, Arsenal etc bald wieder Vereine sind, die eben nicht wie selbstverständlich von Bayern aus der CL geschossen werden (Chelsea ist hier ja eh ne AUsnahme), sondern dass Bayern in den nächsten Jahren nicht relativ mühelos ins Halbfinale marschieren wird.

Die Frage wird hier dann auch sein, inwieweit sich Bayern bei Transfers noch durchsetzen kann. In den letzten Jahren konnte man sich wohl gegen alle Vereine außer Barca und Madrid durchsetzen im Transfer-Poker.
Auf der Insel werden schon jetzt Gehälter gezahlt, die Bayern nicht gewillt ist zu zahlen (diMaria 14 Mio) - Die baldigen Transfersummen werden Bayern wohl erstmal nicht so sehr jucken, die Frage wird nur sein, inwieweit man bei den Gehältern noch mithalten kann.

Betrachten wir uns den aktuellen Bayern-Kader hatte Bayern da in den letzten Jahren auch durchaus ein glückliches Händchen. Müller, Lahm, Schweinsteiger Eigengewächse, die keine 30-50 MIo gekostet haben. Robben zum Spotpreis. Für den damaligen Ribery müßte man Heute wohl auch im Bereich von Firminho zahlen. Boateng auch ein relativ preiswerter Transfer etc.

Das Festgeldkonto der Bayern wird demnächst sicherlich ordentliche strapaziert werde, will man zumindest regelmäßig ins Viertelfinale der CL einziehen.

Was könnte das für Mannschaften wie Dortmund, Gladbach, Leverkusen und vielleicht auch Wolfsburg bedeuten?

Durchschnittliche englische Teams können finanziell mehr bieten als diese deutschen Spitzenteams. In der Europaleague werden die deutschen Mannschaften auch regelmäßig vorm Viertelfinale rausfliegen (ich glaub Bayern war bisher der einzige deutsche Halbfinalteilnehmer in der Euro-League).

Bayern wird vielleicht wieder vermehrt die Konkurrenz schwächen müssen in der Hoffnung, dass man dort einen potenziellen Weltklassemann verpflichten konnte.

Und es ist ja nicht nur die englische Liga. Italien scheint wieder aufzurüsten, bzw stärker zu werden, in Frankreich bewegt sich nicht nur durch PSG was und bestimmt haben wir bald auch den ein oder anderen starken russischen Vertreter.

Dass Deutschland ohne größere finanzielle Schlagkraft sich also auf Platz 3 behaupten kann, sehe ich leider nicht....

Interssant wird übrigens sein, was VW machen wird. Für die Bundesliga bleibt die Hoffnung, dass sie im Konzert der großen mitspielen wollen und laut Aussagen von VW ist man ja auch sehr zufrieden mit den Verkaufszahlen der Autos durch das Fussball-Engagement...
Und ich glaub an die Meisterschaft
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5 826

Samstag, 4.07.2015, 12:53

Wenn die Clubs nicht auf Geld verzichten wollen, im übrigen dann auch die Zweitligaclubs, dann wird sich an den Anstoßzeiten etwas ändern müssen um eben die Verwertbarkeit fürs Pay-TV zu erhöhen. Und da man die reinen Traditionalisten unter den Clubs mit der Lupe suchen muss, scheint mir das Ergebnis schon jetzt relativ klar zu sein. Es hängt höchstens noch an der konkreten Ausgestaltung.
Für immer Arminia!

5 827

Samstag, 4.07.2015, 13:14

Naja, das ist ja nur die halbe Wahrheit. Es ist ja nicht erst seit dem neusten TV-Deal so das England mit seinen Scheichs und Grossunternehmern und was es da alles gibt, kohlemässig Lichtjahre von der Bundesliga entfernt ist. Und wenn man dann mal das Abschneiden der englischen Teams in den internationalen Wettbewerben dagegen stellt, wird die Theorie "Mehr Geld = Mehr Erfolg" völlig widerlegt.

Gleiches gilt für Italien und Spanien (mit Ausnahme von Barca und Real).

Wenn man sich dann mal vor Augen führt, was der Preis für diese Entwicklung ist muss man sich doch zwangsläufig fragen: Wollen wir das?

Du hast überall die Stadien nicht voll oder nur gefüllt mit irgendwelchen gutverdienenden Klatschpappen, die Stimmung ist in den meisten Fällen hannoverlike. Und was den sportlichen Erfolg angeht, der bleibt der Unmengen an Kohle die da generiert und oft sinnlos verbrannt wird, bis auf wenige Ausnahmen trotzdem auf der Strecke...

Das große Problem der Bundesliga ist doch nicht das die Vereine zu wenig Kohle haben, sondern das man (bis auf die Bayern) nicht in der Lage ist mit dem Geld etwas vernünftiges auf die Beine zu stellen. Hier seien exemplarisch mal der HSV und S04 genannt. Wenn man sich z.B. mal anschaut was Schalke in den letzten Jahren mit einem Lizenzspieleretat von ca. 80!! Millionen auf die Beine gstellt hat, dann ist die Lösung des Problems nicht um jeden Preis noch mehr Geld zu generieren...
Der einzige Vorteil ist das sich die Taschen der Funktionäre noch weiter füllen....

Darüber hinaus muss man sich fagen ob man in Zukunft wirklich Ablösen im Bereich von 40 Millionen hinblättern will, für einen mittelmässigen Firminho, der wenn's hoch kommt 5-8 Millionen wert ist...

Mal abgesehen davon das von dickeren TV-Deals auch weiterhin nur die Vereine profitieren, die jetzt eh schon die fette Kohle abgreifen... Die Schere zwischen "reichen" und "armen" Clubs wird sich dadurch mit Sicherheit nicht verkleinern. Ganz im Gegenteil. In Richtung Liga 2 oder darunter wird sich das noch deutlich verschärfen.

Das scheint mir ehrlich gesagt kein so erstrebenswertes Ziel zu sein, wenn man dafür sämtliche Mitbestimmung in den Vereinen und die Fankultur in deutschen Stadien opfern muss um damit vermeintlichen sportlichen Erfolg zu erkaufen...

Und machen wir uns nichts vor. Das sich die Bundesliga überhaupt so gut vermarkten lässt, liegt nicht ausschließlich im sportlichen "Erfolg" von 1-3 Vereinen in den internationalen Wettwerben, wie manche es gerne zu suggerieren wollen. Ein ganz elementarer Faktor bei der Vermarktungsfähigkeit ist nämlich das was jedes Wochenende in deutschen Stadien abgeht. Wie sonst wäre es z.B. zu erklären das viele Engländer, so sie denn geographisch (Sprich Flughafen in der Nähe) und finanziell dazu inder Lage sind, regelmäßig nach Deutschland rüber kommen um sich ihre Portion Fankultur in deutschen Stadien zu holen...

Ist es wirklich erstrebenswert das über Board zu werfen, damit Bayern und demnächst vielleicht Golfsburg und mittlefristig vielleicht noch RedBull Leipzig international mit anderen Plastik-Clubs mit halten können?
Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sich so wenig Leute damit beschäftigen.

Henry Ford

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5 828

Samstag, 4.07.2015, 14:28

Das alles ist letztendlich doch ohnehin eine Spirale ohne Ende, die sich immer schneller dreht. Die Fernsehgelder steigen immer weiter (wie jetzt auf der Insel), aber was ist die Folge? Im Gegenzug steigen auch die Ablösesummen und Spielergehälter weiter in immer astronomischere Höhen. Und die Folge? Natürlich muss wieder noch mehr Geld generiert werden, um die Mitbewerber ausstechen zu können. Und all das geht dann letztendlich nur noch auf dem Rücken der einfachen Fans und ÖR-Fernsehzuschauer.

Anstatt dass hier immer weiter die Inflation befeuert wird, sollte man lieber mal versuchen, den gordischen Knoten zu zerschlagen und zu halbwegs vernünftigen Summen zurückzukommen. Und wenn die Bundesliga eine Zeitlang keine Robbens oder de Bruynes mehr verpflichten oder halten kann? Dann ist das doch letztendlich auch egal! Bleibt mehr Platz für eigene Talente! Und wenn wir in den europäischen Wettbewerben dann mal für einige Zeit weniger stark auftrumpfen können? Dann ist das letztendlich auch egal! Und eins sollte man auch immer im Hinterkopf haben: Irgendwann fährt diese Spirale vor die Wand und die Blase zerplatzt. Entweder über Pleiten von immer mehr Vereinen oder aber über das irgendwann immer mehr nachlassende Zuschauerinteresse am ehemaligen Volkssport Fußball!
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5 829

Samstag, 4.07.2015, 14:39

Das Problem bekommen die Clubs. Da kollidiert dann endgültig die Familie mit der Bundesliga. Das bedeutet im Zweifel, dass sky vielleicht ein paar mehr Abonnenten bekommt, aber dafür weniger Einschaltquote auf die einzelnen Spiele. Wenn sie dann noch die Preise erhöhen, haben sie nicht mal die paar Abonnenten mehr. Außerdem - so lange Sport1 am Sonntag noch die komplette Bundesliga zeigt, reicht mir das im Zweifel auch.

Deutschland ist nicht England. Ab einem bestimmten Punkt und Preis ist der Deutsche da nicht mehr beweglich.
Es kann passieren, was will: Es gibt immer einen, der es kommen sah!

Ich bin nur für das verantwortlich was ich schreibe und nicht für das, was andere verstehen.

5 830

Samstag, 4.07.2015, 15:26

Wie sonst wäre es z.B. zu erklären das viele Engländer, so sie denn geographisch (Sprich Flughafen in der Nähe) und finanziell dazu inder Lage sind, regelmäßig nach Deutschland rüber kommen um sich ihre Portion Fankultur in deutschen Stadien zu holen...


Also ich glaube ja, dass London, Manchester und Liverpool durchaus Flughäfen in der "Nähe" haben und es mir jetzt gänzlich neu, wenn massenhaft Londoner WE für WE nach Deutschland fliegen, um dort mal richtige "Fankultur" zu erleben :D
Da knistert es doch Wochenende für Wochenende so sehr, dass ein Ausflug von 12 Londenern und 3 Liverpoolern nichts anderes als eine kleine Abwechslung ist.

Und wenn ich mal in die Premierleague reinschaue, krieg ich immer noch häufig genug Gänsehaut - Als Empfehlung mal die Verabschiedung von Steven Gerrard anschauen, dagegen ist Kloppos Verabschiedung nen Kindergeburtstag.


Ist es wirklich erstrebenswert das über Board zu werfen, damit Bayern und demnächst vielleicht Golfsburg und mittlefristig vielleicht noch RedBull Leipzig international mit anderen Plastik-Clubs mit halten können?


Was sind denn für dich Plastik-Clubs? Arsenal, Liverpool, Manu? Barca und Madrid auch noch? ;-)

Das klingt für mich wieder so nach der typisch deutschen Neidgesellschaft, die dann die Arme voreinander verschränkt und trotzig guckt und rumgrummelt "selbst wenn ich das haben könnte, möchte ich es gar nicht haben"....Machen wir uns doch nichts vor: Muss Arminia demnächst mit Backmützen und Puddingpulver-Werbung aufm Trikot auflaufen, weil Oetker nen paar Hundert Millionen in Arminia pumpt, würden wir doch vor Freude weinen, uns in den Armen liegen und Schokopudding auffer Alm futtern, anstatt ne Bratwurst.
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5 831

Samstag, 4.07.2015, 16:04

Wie sonst wäre es z.B. zu erklären das viele Engländer, so sie denn geographisch (Sprich Flughafen in der Nähe) und finanziell dazu inder Lage sind, regelmäßig nach Deutschland rüber kommen um sich ihre Portion Fankultur in deutschen Stadien zu holen...


Also ich glaube ja, dass London, Manchester und Liverpool durchaus Flughäfen in der "Nähe" haben und es mir jetzt gänzlich neu, wenn massenhaft Londoner WE für WE nach Deutschland fliegen, um dort mal richtige "Fankultur" zu erleben :D
Da knistert es doch Wochenende für Wochenende so sehr, dass ein Ausflug von 12 Londenern und 3 Liverpoolern nichts anderes als eine kleine Abwechslung ist.

Dazu empfehle ich dir mal dich mal mit verschiedenen englischen Football-Blogs zu beschäftigen. Da wird dieses Phänomen immer wieder beschrieben...

Und wenn ich mal in die Premierleague reinschaue, krieg ich immer noch häufig genug Gänsehaut - Als Empfehlung mal die Verabschiedung von Steven Gerrard anschauen, dagegen ist Kloppos Verabschiedung nen Kindergeburtstag.

Die Verabschiedung Gerrard hab ich durchaus gesehen. Allerdings weisst du selbst, dass das mit der normalen Stimmung in englischen Stadien nichts zu tun hat. Das ist so als würde ich sagen: Auf der Alm ist die Stimmung immer so wie gegen Wolfsburg...

Ist es wirklich erstrebenswert das über Board zu werfen, damit Bayern und demnächst vielleicht Golfsburg und mittlefristig vielleicht noch RedBull Leipzig international mit anderen Plastik-Clubs mit halten können?


Was sind denn für dich Plastik-Clubs? Arsenal, Liverpool, Manu? Barca und Madrid auch noch? ;-)

Arsenal -> im Besitz eines amerikanischen Geschäftsmanns; Liverpool -> im Besitz eines amerikanischen Sportvermarktungsunternehmens ( denen gehören unter Anderem auch noch die Boston Red Sox und ein Nascar Team) ; Manchester -> im Besitz der Glazer-Familie = amerikanische Unternehmer-Familie (Erst Malcolm Glazer, der vor seinem Tod 2014 den Club an seine Kinder übertragen hat...)

Barca und Madrid würde ich da aussen vor lassen. Deren Noch-Existenz begründet sich ja ausschliesslich auf mehreren hundert Million Euro nicht eingetriebener Steuerschulden und ähnlicher fragwürdiger Geschäfte mit den Kommunen...

Letztendlich alles große Traditionsvereine, die am Ende ihre Seele für Geld verkauft haben...


Das klingt für mich wieder so nach der typisch deutschen Neidgesellschaft, die dann die Arme voreinander verschränkt und trotzig guckt und rumgrummelt "selbst wenn ich das haben könnte, möchte ich es gar nicht haben"....Machen wir uns doch nichts vor: Muss Arminia demnächst mit Backmützen und Puddingpulver-Werbung aufm Trikot auflaufen, weil Oetker nen paar Hundert Millionen in Arminia pumpt, würden wir doch vor Freude weinen, uns in den Armen liegen und Schokopudding auffer Alm futtern, anstatt ne Bratwurst.

Ach ja, das gute alte Totschlagargument "Neid" . Immer gerne genommen wenn die eigenen Argumente rar werden! ;)

Im Übrigen sprichst du, was dein Beispiel mit den Oetker-Million angeht nur für dich selbst. Du hast insofern Recht das ich weinen würde, aber mit Sicherheit nicht vor Freude.
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Henry Ford

5 832

Samstag, 4.07.2015, 17:11

Naja, Fakt scheint doch aber zu sein, dass es höchstens ein paar Dutzend englische Fans sein können, die zur Bundesliga rüberjetten. Mir sind auf jeden Fall noch nie bei einer Fussballberichterstattung oder live im Stadion größere Gruppen von Engländern aufgefallen.

Wobei man hier eh sagen muss, dass Engländer eh deutlich reisefreudiger sind, als andere Nationen, wenn man mal guckt, wieviele Engländer regelmäßig zu Ricky Hatton Kämpfen nach Vegas geflogen sind oder wieviele Engländer selbst zu David Haye Kämpfen in Deutschland mitgekommen sind.

Fakt ist, dass die Bundesliga einen Schnitt von ca 43.000 Zuschauern hat, die Premier-League mit 36.000 zwar ein paar Tausend Zuschauer drunter ist, allerdings England auch mal 30 Mio Einwohner weniger hat.

Stimmungsmäßig? Nun ich weiß nicht, wie es in Southampton ausschaut, ich würde auf jeden Fall 1000 Mal lieber an die Anfield Road oder ins Old Trafford gehen, als "auf Schalke" oder in den Signal-Iduna-Park;-)

Moment mal? Signal-Iduna-Park? Anfield-Road? Man stempelt mit Tradion durchströmte Vereine wie Liverpool und Arsenal als Plastikclubs ab, weil sie mit der Zeit gehen bzw nen dicken Geldgeber haben, aber immerhin scheint dort noch nicht so viel Plastik vorhanden zu sein, dass man seinen Stadion-Namen verhökert. Man pilgert an die Stamford Bridge, ins Old Trafford, während der Deutsche mit der überragenden Fankultur in die Allianz-Arena, Veltins-Arena und Commerzbank-Arena pilgert.....

Und das wäre dann auch schon der nächste Punkt. Bei Chelsea und co sitzen gelangweilte Millardäre rum und spielen Fussball-Manager und in Deutschland pumpen eben die großen Konzerne wie Adidas, Allianz. Telekom und und und die Kohle hinein.

Wo ist da jetzt wirklich der Unterschied?

Ich bin da bestimmt auch ne ecke weniger sensibel als Andere weil ich in der Jugend mit US-Sport aufgewachsen bin, dennoch denke ich, wer eben strikt gegen die Kommerzialisierung des Fussballs ist, darf dann eben nur zur Russheide gehen und nicht in die SCHÜCO-Arena.

Wenn ich mal dran denke, wie ich mit Werbung schon vorm Spiel auf der Anzeige-Tafel zugeballert werde, fühle ich mich bei einem Blockbuster auf RTL sogar fast noch besser aufgehoben.

Wie gesagt: Ich finds problematisch, wenn man Traditionsvereine als Plastik-Clubs abstempelt, hier aber keine Probleme hat in ein Stadion zu gehen, was den Namen eines Konzern mit einem jährlichen Umsatz von 1,5 Mrd Euro trägt und ein Stadionbier einer Brauerei ausschenkt mit einem jährlichen Umsatz von 700 Mio Eur.

Achja und Felix Burmeister gibt auch nicht nur fleißig Autogramme im Marktkauf und schlürft dabei Carolinen Wasser, weil es ihm so gut schmeckt;)
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5 833

Samstag, 4.07.2015, 18:09

ich finde nicht, dass die deutsche liga jetzt unbedingt mit der britischen mithalten muss, was gelder angeht. toll, dann zahlt auch mainz irgendwann 20 millionen für irgendeinen spieler, na und? ich habe wirklich lieber eine europäische durchschnittsliga mit charme und spannung als so einen durchkapitalisierten moloch, den ich 24/7 nur noch durch irgendeinen glitzer-tv-channel konsumieren kann. dass die spieltermine jetzt immer weiter aus samstag nachmittag, einer typisch arbeitnehmer-freundlichen zeit, rausverlegt werden, ist doch ein offensichtlicher trend.

den klassischen fussballfans wird der sport allmählich weggenommen.

die logik, dass man "konsequent" sein müsse, und nur noch zu fichte usw. gehen dürfe, verstehe ich nicht ganz. sport war natürlich schon immer, je weiter nach oben man kam, auch werbeträger. ist ja klar. aber man muss grenzen setzen, sonst explodieren auch in deutschland irgendwann die ticket-preise auf england-niveau.

5 834

Samstag, 4.07.2015, 18:26

ich habe wirklich lieber eine europäische durchschnittsliga mit charme und spannung


Komischerweise kritisieren doch immer sehr viele Leute, dass die Bundesliga doch so öde sei, aufgrund der Bayerndominanz?
Oder anders gefragt? Wieso ist automatisch eine Liga mit weniger Geld spannender?
In England gab es schon immer mehrere Teams, die Meisterschaftskandidaten waren. Hier gibt es nie den Dauerkonkurrenten für Bayern. Im Kampf um die Meisterschaft ist die Premier-League sicherlich deutlich spannender?

ist ja klar. aber man muss grenzen setzen


Muss man? Also wenn in einem Verein 100 Mio reingebuttert werden, ist das noch okay? Und alles was darüber ist, ist dann sofort Plastik-Club?
Ich hoffe, dass den Leuten, die so denken, klar ist, dass sich beim eigenen Verein dann auch mal ratz fatz was tun kann und dann wäre nach dem eigenen Grenzen setzen der eigene Verein auch auf einmal ein Plastikclub?

Hier im Forum hofft man doch auch ständig, dass Gerry Weber die Spendierhosen anhat, von daher denke ich mal, ist der Wunsch nach Größerem auch im beschaulichen OWL durchaus vorhanden.
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5 835

Samstag, 4.07.2015, 18:33

Naja, Fakt scheint doch aber zu sein, dass es höchstens ein paar Dutzend englische Fans sein können, die zur Bundesliga rüberjetten. Mir sind auf jeden Fall noch nie bei einer Fussballberichterstattung oder live im Stadion größere Gruppen von Engländern aufgefallen.

Naja, woran erkennt man denn größere Gruppen von Engländern in der Berichterstattung oder live im Stadion? ;) Aber solange nicht jemand mal ne repräsentative Erhebeung unter den Englander vornimmt, werden wir uns bei diesem Thema wahrscheinlich eher nicht einig... :D

Wobei man hier eh sagen muss, dass Engländer eh deutlich reisefreudiger sind, als andere Nationen, wenn man mal guckt, wieviele Engländer regelmäßig zu Ricky Hatton Kämpfen nach Vegas geflogen sind oder wieviele Engländer selbst zu David Haye Kämpfen in Deutschland mitgekommen sind.

Fakt ist, dass die Bundesliga einen Schnitt von ca 43.000 Zuschauern hat, die Premier-League mit 36.000 zwar ein paar Tausend Zuschauer drunter ist, allerdings England auch mal 30 Mio Einwohner weniger hat.

Faktisch ist das erstmal vollkommen korrekt. Leider sagen die blanken Zahlen nichts darüber aus, ob da jetzt Zuschauer oder Fans im Stadion sind. Das Beispiel Hannover hat diesen kleinen aber feinen Unterschied ziemlich deutlich gezeigt. Da haben die Verantwortlichen nach der Abwanderung der Ultras ganz grosskotzig in der Presse getönt, sie würden keinen Unterschied bemerken. Das Stadion sei ja schliesslich trotzdem voll. Das Ende ist hinlänglich bekannt...

Stimmungsmäßig? Nun ich weiß nicht, wie es in Southampton ausschaut, ich würde auf jeden Fall 1000 Mal lieber an die Anfield Road oder ins Old Trafford gehen, als "auf Schalke" oder in den Signal-Iduna-Park;-)

Moment mal? Signal-Iduna-Park? Anfield-Road? Man stempelt mit Tradion durchströmte Vereine wie Liverpool und Arsenal als Plastikclubs ab, weil sie mit der Zeit gehen bzw nen dicken Geldgeber haben, aber immerhin scheint dort noch nicht so viel Plastik vorhanden zu sein, dass man seinen Stadion-Namen verhökert. Man pilgert an die Stamford Bridge, ins Old Trafford, während der Deutsche mit der überragenden Fankultur in die Allianz-Arena, Veltins-Arena und Commerzbank-Arena pilgert.....

Mag vielleicht damit zusammen hängen, das man darüber versucht weitere Einnahmen zu generieren (auch wenn diese Nummer mit den Stadiennamen in meinen Augen schon eine sehr nervige Entwicklung ist). Bei den von dir genannten Stadien ist das einfach nicht nötig, da der Besitzer des Vereins einfach jederzeit zusätzliches Geld auf den Tisch legen kann...

Und das wäre dann auch schon der nächste Punkt. Bei Chelsea und co sitzen gelangweilte Millardäre rum und spielen Fussball-Manager und in Deutschland pumpen eben die großen Konzerne wie Adidas, Allianz. Telekom und und und die Kohle hinein.

Wo ist da jetzt wirklich der Unterschied?

Der Unterschied liegt darin, das diese Konzerne/Sponsoren in der Regel eine gewisse Gegenleistung z.B. in Form von Imagegewinn dafür bekommen, das die zugeschossenen Beträge verträglich festgelegt sind und das ihr Einfluss auf den Verein mehr oder weniger eingeschränkt ist...

Ich bin da bestimmt auch ne ecke weniger sensibel als Andere weil ich in der Jugend mit US-Sport aufgewachsen bin, dennoch denke ich, wer eben strikt gegen die Kommerzialisierung des Fussballs ist, darf dann eben nur zur Russheide gehen und nicht in die SCHÜCO-Arena.

Und da kommen wir auch schon zum Knackpunkt dieser Diskussionen. Sobald man Kritik jedweder Art an derlei Entwicklungen übt, ist man automatisch strikt gegen die Kommerzialisierung. Es gibt nur die zwei Extreme: Uneingeschränktes Ja zum völligen Kommerz ohne jegliches Maß oder: Nein, und damit abgestempelt werden zum Träumer/Traditionalisten/ etc. Dazwischen gibt es einfach gar nichts...

Ich habe z.B. immer noch Trikots die ungetragen im Schrank hägen. Lediglich gekauft weil der Verein das Geld braucht um zu überleben. Genauso habe ich nach dem Abstieg ein Ticket für das 1. Saisonspiel gekauft, obwohl ich im Besitz einer DK war...

Im Übrigen bin ich auch ein großer Footballfan. Ich hab sogar n Sky-Abo wegen Sport1 US. Deswegen muss mir aber die Grundsystematik mit identitätslosen Vereinen die mal eben in eine andere Stadt verlegt werden können und Spielern die sich im Besitz der Vereine befinden und jederzeit wie Sklaven von jetzt auf gleich verkauft werden können, gefallen...


Wenn ich mal dran denke, wie ich mit Werbung schon vorm Spiel auf der Anzeige-Tafel zugeballert werde, fühle ich mich bei einem Blockbuster auf RTL sogar fast noch besser aufgehoben.

Das geht mir auch auf den Sack. Allerdings hab ich das mittlerweile als überlebensnotwendig akzeptiert...

Wie gesagt: Ich finds problematisch, wenn man Traditionsvereine als Plastik-Clubs abstempelt, hier aber keine Probleme hat in ein Stadion zu gehen, was den Namen eines Konzern mit einem jährlichen Umsatz von 1,5 Mrd Euro trägt und ein Stadionbier einer Brauerei ausschenkt mit einem jährlichen Umsatz von 700 Mio Eur.

Wenn diese 2,2 Milliarden Euro Jahresumsatz dieser beiden Unternehmen direkt an Arminia gehen würden für ein bischen Bierausschank und einen Stadionnamen, würden damit mit Sicherheit sehr viele ein Problem haben... Tun sie aber nicht. Die Beträge die eben jene Unternehmen überweisen um als Sponsor aufzutreten, dürften wohl erheblich kleiner sein. Ich denke da sind wir uns wohl alle einig... ;)


Achja und Felix Burmeister gibt auch nicht nur fleißig Autogramme im Marktkauf und schlürft dabei Carolinen Wasser, weil es ihm so gut schmeckt;)

Korrekt! Das mit dem Wasser schlürfen, ist z.B. eine der Gegenleistungen die Unternehmen bekommen, wenn sich als Sponsor tätig sind... :rolleyes:
Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sich so wenig Leute damit beschäftigen.

Henry Ford

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5 836

Samstag, 4.07.2015, 18:36

ich habe wirklich lieber eine europäische durchschnittsliga mit charme und spannung als so einen durchkapitalisierten moloch...
Welche Spannung denn? Der Abstiegskampf ist doch das einzige, was in der Bundesliga noch wirklich spannend ist. Und "durchkapitalisiert" ist die Bundesliga nicht weniger als die angesprochenen anderen Ligen, nur auf - im Vergleich zu England - etwas niedrigerem Niveau.

5 837

Samstag, 4.07.2015, 19:06

Und da kommen wir auch schon zum Knackpunkt dieser Diskussionen. Sobald man Kritik jedweder Art an derlei Entwicklungen übt, ist man automatisch strikt gegen die Kommerzialisierung. Es gibt nur die zwei Extreme: Uneingeschränktes Ja zum völligen Kommerz ohne jegliches Maß oder: Nein, und damit abgestempelt werden zum Träumer/Traditionalisten/ etc. Dazwischen gibt es einfach gar nichts...


Ach ich glaub wir reden da nur ein wenig aneinander vorbei oder verstehen uns falsch. Natürlich mußte ich damals auch schlucken als mein einstiger ausländischer Lieblingsverein ManU in Millardärs-Hände geriet, aber dennoch könnte ich diesen Verein doch jetzt nicht verfluchen?

Die Entwicklungen kann man natürlich kritisieren, aber ist nun mal der Lauf der Dinge und wenn wir doch mal ehrlich sind, haben wir in Deutschland bspl. erst diese fantastische Stimmung seit der WM 2006, als Fussball in hochmodernen Arenen ausgerichtet wurde und zum Event wurde.

Ich kann es mir bspl auch nur noch schwer vorstellen, jedes 2. Samstag mein Geschäft in irgendwelche Pinkelrinnen in einem unüberdachten Stadion, wie der Russheide zu verrichten. Das hat zwar ab und an ein wenig Charme, ich bevorzuge aber mittlerweile doch den Komfort der Schüco-Arena;-)
Und ich glaub an die Meisterschaft
Dass eines Tages einer der Söhne von uns Arminia zum Meister macht

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5 838

Samstag, 4.07.2015, 20:18

Und da kommen wir auch schon zum Knackpunkt dieser Diskussionen. Sobald man Kritik jedweder Art an derlei Entwicklungen übt, ist man automatisch strikt gegen die Kommerzialisierung. Es gibt nur die zwei Extreme: Uneingeschränktes Ja zum völligen Kommerz ohne jegliches Maß oder: Nein, und damit abgestempelt werden zum Träumer/Traditionalisten/ etc. Dazwischen gibt es einfach gar nichts...


Ach ich glaub wir reden da nur ein wenig aneinander vorbei oder verstehen uns falsch. Natürlich mußte ich damals auch schlucken als mein einstiger ausländischer Lieblingsverein ManU in Millardärs-Hände geriet, aber dennoch könnte ich diesen Verein doch jetzt nicht verfluchen?

Die Entwicklungen kann man natürlich kritisieren, aber ist nun mal der Lauf der Dinge und wenn wir doch mal ehrlich sind, haben wir in Deutschland bspl. erst diese fantastische Stimmung seit der WM 2006, als Fussball in hochmodernen Arenen ausgerichtet wurde und zum Event wurde.

Ich kann es mir bspl auch nur noch schwer vorstellen, jedes 2. Samstag mein Geschäft in irgendwelche Pinkelrinnen in einem unüberdachten Stadion, wie der Russheide zu verrichten. Das hat zwar ab und an ein wenig Charme, ich bevorzuge aber mittlerweile doch den Komfort der Schüco-Arena;-)
Ich brauche aber auch keine Edelstahlbecken wie in Düsseldorf, wo z.B. auch jeder heruntergefallene Pomme sofort von einem "geringfügig Beschäftigten" aufgefegt wird! Es gilt, einfach ein gesundes Mittelmaß zu finden. Und nach meiner Meinung ist man momentan dabei, die Bodenhaftung zu verlieren. Noch ist Fußball Volkssport, aber der Bogen darf nicht überspannt werden.
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\"Wer die Vergangenheit nicht studiert, wird ihre Irrtümer wiederholen. Wer sie studiert, wird andere Möglichkeiten zu irren finden.\" (Helmut Schmidt)

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5 839

Samstag, 4.07.2015, 21:52

Es erstaunt immer wieder, wie selbstverständlich gewisse Entwicklungen als "die Zukunft ", "Lauf der Ding" usw. verklärt werden. Als würde es sich bei diesem System um ein Naturgesetz handeln. Man darf wirklich gespannt sein wo die Grenzen dieser geradezu religiös verehrten Ideologie liegen. Nur soviel Geld und Kapitalisierung sind ein menschengemachteds System zur Organisation der Wirtschaft. Es ist kein Naturgesetz, dass alles was diese Zahlen hergeben wirklich unumstößlich der richtige Weg für ein erfolgreiches Zusammenleben sind. Im Gegenteil es zeigt sich immer mehr, dass es dazu missbraucht wird die Welt nach den Vorstellungen jener zu gestalten die schon jetzt am meisten davon profitieren. Im Fußball zeigt sich das an der Verschiebung der Eigentumsverhältnisse besonders plakativ.

Den passendsten Beitrag hat foreverDSC dazu geschrieben. Die Spirale dreht sich und nach Sinn oder Unsinn wird schon garnicht mehr gefragt. So ist das bei einer Religion.
Arminia Bielefeld - Stadion Alm
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5 840

Samstag, 4.07.2015, 22:51

Es erstaunt immer wieder, wie selbstverständlich gewisse Entwicklungen als "die Zukunft ", "Lauf der Ding" usw. verklärt werden. Als würde es sich bei diesem System um ein Naturgesetz handeln.


Es ist in meinen Augen ein Naturgesetz. Wir führen solche Diskussionen doch schon seit 30-40 Jahren. Was gab es damals für einen Aufschrei, als auf einmal die Stehplätze größtenteils plattgemacht wurden und gegen schnieke Sitzschalen ausgetauscht wurden.

Was gab es für ein Entsetzen, als Ablösesummen den zweistelligen Millionenbereich erreicht haben und ein Profi in Deutschland 5 Mio Mark verdient hat.

Im Jahre 2015 sind wir kurz davor die Transfermauer von 100 Mio Euro zu brechen, in Deutschland verdienen die Topprofis über 10 Mio Euro allein durch ihr "Gehalt" - Was Messi und Ronaldo verdienen ist natürlich nochmal deutlich höher?

Und woher kommt das? Doch nicht weil irgendwelche verrückten Milliardäre mit dem Geld um sich werfen.
Diese Summen sind doch heutzutage relativ problemlos zu bezahlen, weil immer mehr Märkte erschlossen werden. Während früher Europa der Nabel des Fussballs war ist man heutzutage in Japan, China, Katar und den USA im Fussball-Fieber.
Es kann viel mehr Kohle generiert werden. Ich möchte nicht wissen, wieviel Real Madrid durch den Verkauf von Ronaldo-Trikots außerhalb es europäischen Marktes eingenommen hat.

Diese Summen, die man heutzutage im Fussball verdient, hat man doch schon locker vor 20-30 Jahren im US-Sport verdient. Was Shaq, Jordan und Konstorten damals schon eingenommen haben, ist unfassbar.

Lag auch daran, weil der US-Sport schon immer fleißig über die Grenzen aktiv war. Vorbereitungsspiele im Ausland. Jetzt werden in der NBA sogar schon Liga-Spiele in Mexiko und London ausgetragen.

Wer sich also fragt, wieweit das im Fussball alles noch geht, kann davon ausgehen, dass die Bayern nicht nur lustige Trainingslager in Katar abhalten werden, sondern die europäischen Ligen in einigen Jahren sicherlich auch Pflichtspiele in Katar, den USA oder China absolvieren werden.

Anderes Beispiel die Formel 1. Europa ist doch mittlerweile ziemlich unlukrativ geworden - Deswegen die ganzen Rennen im Übersee zu komischen Uhrzeiten...

Dass das vielen Fussballfans nicht schmecken wird ist klar - Der Fussball ist nicht nur in Sachen technischen Hilfsmitteln hinten ran, auch seine Fans sehnen sich nach 15:30 Spielen, Stadien à la Darmstadt und lediglich 2 Fanartkeln im Shop?

Im Übrigen glaube ich nicht, dass man in den USA rummeckert, dass Ligaspiele auf einem anderen Kontinent abgehalten wird. Der Ami scheint da relaxter zu sein.

Und was für Summen letztendlich im Sport erwirtschaftet werden können hat der Boxkampf Mayweather - Pacqiaou gezeigt.

In 10 Jahren werden wir die Summen, die Heute im Raum stehen wahrscvheinlich ebenso belächelt werden. wie die Summen von Anfang des Jahrtausends.

Fussball hat denke ich sogar noch eine viel größere Reichweite als Basketball, Eishockey oder Football;-)
Und ich glaub an die Meisterschaft
Dass eines Tages einer der Söhne von uns Arminia zum Meister macht