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Sonntag, 20.12.2020, 14:05

Arminia sehnt sich nach der Winterpause

Auch wenn die „Winterpause“ in der Bundesliga dieses Jahr etwas kürzer ausfällt und die Mannschaften schon am 2. Januar wieder ranmüssen, dürfen die Spieler zwischen Weihnachten und Neujahr ein paar Tage entspannen. Vor allem die Profis von Arminia
Bielefeld
werden sich nach einer Pause sehnen. In der ersten Liga läuft es für den Aufsteiger bisher alles andere als rosig. So wie es derzeit aussieht, müssen die Ostwestfalen auf einem Abstiegsplatz überwintern. Wir blicken auf die „Hinrunde“ der Arminia und schauen, was im kommenden Jahr anders laufen muss, um die Klasse zu halten.

Eine „Hinrunde“ zum vergessen

Aus tabellarischer Sicht ist die Hinrunde zwar noch nicht beendet, denn das Fußballjahr 2020 endet in dieser Saison mit dem 13. Spieltag. So gesehen bleiben der Arminia vier Spiele mehr, 2021 den Turn-Around zu schaffen. Bisher lief die erste Bundesligasaison seit 11 Jahren nicht wirklich nach Plan. In 12 Spielen ging die Arminia nur zweimal als Sieger vom Platz. Bereits im DFB-Pokal, eine Woche vor dem Ligaauftakt, präsentierten sich die Arminen alles anderen als erstligareif. Gegen den Regionalligisten Rot-Weiß Essen schied man in der ersten Runde des Wettbewerbs aus. Zu den Favoriten zählen im Pokal zwar eh andere, zum Beispiel sind die Bayern bei Betway mit einer Sportwetten Quote von 2,20 wieder ganz vorne mit dabei, allerdings ist das Ausscheiden gegen den Amateurclub bereits vor dem Saisonbeginn ein herber Dämpfer für die Arminia gewesen.

Sieglosserie folgt auf hoffnungsvollen Start

Zum Auftakt in die Bundesliga gab es für die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus dann immerhin ein 1:1 gegen Eintracht Frankfurt. Der erste Dreier der Saison folgte am 2. Spieltag beim Heimdebüt auf der Alm. Joker Joan Simun Edmundsson schoss in der Schlussviertelstunde das entscheidende Tor gegen den 1. FC Köln. Mit vier Punkten nach zwei Spieltagen fand man sich als bester Aufsteiger plötzlich auf einem Europapokalplatz wieder. Doch was darauf folgte, bedarf nicht vieler Worte. 0 Punkte aus sieben Spielen sprechen eine deutliche Sprache. So viele Niederlagen in Folge gab es nicht einmal beim FSV Mainz zu Beginn der Saison. Der FSV ging in den ersten sechs Partien als Verlierer vom Platz.

Es fehlen die Tore

Am 10 Spieltag stand dann das direkte Duell der beiden gebeutelten Abstiegskandidaten an. Mit dem wichtigen 2:1-Erfolg über den FSV Mainz wurde die bittere Niederlagenserie von sieben Spielen endlich beendet. Der erhoffte Befreiungsschlag war der Erfolg gegen den direkten Konkurrenten allerdings nicht. Auch die folgenden beiden Partien gingen jeweils verloren. Besonders bitter ist dabei, dass die Mannschaft den richtigen Willen zeigt, in der Offensive allerdings zu wenig Durchschlagskraft beweist. Das hat auch Kapitän Fabian Klos erkannt: „Es fehlen Tore, da tun wir uns unfassbar schwer", so der Rekordtorjäger der Arminia nach dem Spiel gegen Augsburg. Er selbst kommt in dieser Saison erst auf einen eigenen Treffer. Wie wichtig mal wieder ein Sieg wäre, weiß auch Trainer Uwe Neuhaus: „Dass wir so wenige Tore geschossen haben, nagt an den Spielern. Wir brauchen mal ein Spiel, in dem wir uns mit einem Siegtreffer belohnen."

In der Winterpause soll nachgerüstet werden

Obwohl es zunächst hieß, dass Wintertransfers nur im Ausnahmefall getätigt werden sollen, könnte die Arminia im Winter doch noch aktiv werden. Das lässt zumindest die Aussage von Sportchef Samir Arabi vermuten, der nach der neunten Saisonniederlage ankündigte, dass voraussichtlich noch „Bewegung in den Kader kommen“ würde. Vor allem in der Offensive würde der Arminia frischer Wind gut zu Gesicht stehen. Man darf gespannt sein, wer im kommenden Jahr in der SchüCo-Arena auf dem Platz stehen wird.

Das muss sich in der Rückrunde ändern

An der Einstellung hat es, wie bereits erwähnt, nur in den seltensten Fällen gemangelt. Stattdessen ist es die Offensive, bei der die Verantwortlichen ansetzen müssen. Mit nur acht Toren stellt Arminia zusammen mit dem FC Schalke die schlechteste Offensive der Liga. Daran muss sich dringend etwas ändern, um in der zweiten Saisonhälfte endlich den Sprung aus dem Tabellenkeller zu schaffen. Natürlich ist auch die Arminia in diesen Zeiten finanziell nicht gerade auf Rosen gebettet, aber vielleicht gelingt es Sportchef Arabi ja, für wenig Geld einen brauchbaren Stürmer zu verpflichten. Vor allem in der 2. und 3. Liga dürften einige potenzielle Kandidaten dabei sein. Sogar der beim FC Schalke in Ungnade gefallene Vedad Ibisevic könnte mit seiner Erfahrung auf der Alm helfen.

Wir sind gespannt, wo es in dieser Saison noch hingeht.