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Dienstag, 7.04.2020, 12:36

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich die jetzigen Maßnahmen in der aktuellen Situation für richtig halte, anders geht es im Moment nicht. Nicht, dass ihr mich falsch versteht. Ich sage nur, dass man sich in der Zeit, die man jetzt gewinnt, andere Strategien überlegen muss. Und meiner Meinung nach ist die Trennung nach Risikogruppen (die ja nun wirklich bekannt sind) die strategisch sinnvollste Möglichkeit, bei der auch langfristig gesehen die wenigsten Menschen an den direkten Folgen von Covd19 sterben.
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Dienstag, 7.04.2020, 12:46

Es gibt ja einige hier, die gegen jegliche Öffnung von irgendwas sind. Könnt Ihr mir eine Frage beantworten: Wie lange soll die aktuelle Situation eurer Meinung so weiterlaufen? Bis ein Impfstoff vorhanden ist oder wie? Klar, bei enigen laufen Gehalt oder Pension weiter, bei mir übrigens auch, hab da Glück. Ich kenne aber genügend Leute, bei denen das anders ist und die in ihrer finanziellen und gesundheitlichen Situation (sucht gerne nach Studien, damit ihr seht, wie stark die beiden zusammenhängen) sehr stark leiden werden. Wer sagt denn überhaupt, dass nächstes Jahr ein Impfstoff vorhanden ist? Bei HIV sucht man seit 40 Jahren nach einem. Wir können auch 40 Jahre Kontaktsperre machen, warum nicht?

Ja, normalerweise dauert es bis zu 10 Jahre bis ein Impfstoff gefunden wird. In der aktuellen Situation werden jedoch alle verfuegbaren Mittel in die Entwicklung eines Impfstoffs gesteckt, weil Wirtschaft und Politik sich dessen bewusst sind, dass dies keine Situation ist, die langfristig bestehen koennen wird. Es ist durchaus realistisch, dass ein Impfstoff in einem Jahr oder 1 1/2 Jahr entwickelt wird. Dann stehen wir allerdings vor dem naechsten Problem, da es nur noch wenige Impfstoffhersteller weltweit gibt.

Der Vergleich mit HIV ist unpassend, da sich Corona und HIV aufgrund ihrer Eigenschaften nicht aehnlen. HIV ist komplexer, da es haeufig mutiert, sich in die DNA des Wirts einbaut und zwar in die T-Zellen, die der Immunabwehr dienen. Antikoerper detektieren es durch chemische 'Tricks' selten bis gar nicht und binden sich aufgrund seiner Groesse sowie Mangel an Strukturproteinen schlecht an das Virus.
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Dienstag, 7.04.2020, 14:19

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich die jetzigen Maßnahmen in der aktuellen Situation für richtig halte, anders geht es im Moment nicht. Nicht, dass ihr mich falsch versteht. Ich sage nur, dass man sich in der Zeit, die man jetzt gewinnt, andere Strategien überlegen muss. Und meiner Meinung nach ist die Trennung nach Risikogruppen (die ja nun wirklich bekannt sind) die strategisch sinnvollste Möglichkeit, bei der auch langfristig gesehen die wenigsten Menschen an den direkten Folgen von Covd19 sterben.


Ehrlich, wäre für Dich so ein Scenario akzeptabel ?

https://www.n-tv.de/panorama/Experten-wa…le21696841.html

Und an @ alle.
Meine Meinung zählt hier nicht mehr oder weniger als die anderer.
Ich bin überhaupt nicht gegen die Fortführung des Fußballs (auch wenn es denn Geisterspiele werden würden).
Solche Spiele sind wohl für jeden Fan sportlich völlig uninteressant (ist wie Tore bauen hat hier jemand geschrieben), aber wenn es denn der Kohle wegen sein muss....!?!

Nur der Zeitpunkt. Anstatt sich (ein wenig) über die zuletzt vorsichtig positiven Zahlen zu freuen, will man hier gleich wieder alles mit der Brechstange erzwingen. Ich bin einfach dagegen das für den Fußball solche Ausnahmen gemacht werden. Für mich zählt der Fußball nun mal nicht zu den momentan essentiell notwendigen Branchen die unbedingt laufen müßen.
Am schlimmsten stoßen mir allerdings die momentan (mutmaßlichen) Pläne über die Durchführung solcher Geisterspiele auf. Wenn man lesen muss das da mehr als 200 Personen je Spiel in einem Stadion sein sollen, wie soll das mit der gesundheitlichen Sicherheit (Tests) gehen ? In dieser Sache habe ich eine ganz klare Meinung. So lange es nicht gegeben ist das Menschen die pflegen und / oder in Krankenhäusern arbeiten regelmäßig (eigentlich täglich) getestet werden können, darf nicht ein Fußballprofi (zum Zwecke Durchführung dieser Geisterspiele) getestet werden.
Das ist der Fußball einfach nicht wert.
Was sagte Herr Seifert : "Zuallererst, und das ist nach wie vor keine Frage, geht es um die Kontrolle der Ausbreitung des Virus und insbesondere um den Schutz von Risikogruppen"
Die Ligen sollten dann wieder losgehen sobald es für alle wieder sicher ist draußen Fußball zu spielen

In unserer kapitalistischen Gesellschaft richten die momentanen Beschränkungen immense Schäden an. Ich bin mir zu 100 % sicher das unsere Politiker uns sofort wieder von der Kette lassen, wenn es die Umstände zulassen. Wie beim Fußball, es muss brummen.
Also bitte abwarten und den Herrschaften etwas vertrauen. Die Vergleiche weltweit zeigen doch ein recht gutes Krisenmanagement in Deutschland.

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Dienstag, 7.04.2020, 14:51

Tut mir Leid, aber dieses Szenario mit so vielen Toten unter 60 Jahren ist an den Haaren herbeigezogen oder der allerschlimmste Worst Case, den die Daten zulassen. Natürlich will ich so etwas nicht. Bei den unter 60jährigen liegt die offizielle (!) Sterblichkeit bei vielleicht 0,5% inklusive der Risikogruppe und ohne die nicht registrierten Infizierten. Bei den unter 50jährigen ist die Sterblichkeit wahrscheinlich höchstens 0,2%. Diese Quoten sind aufgrund der hohen Dunkelziffer noch viel niedriger, zudem sterben kaum Personen ohne Vorerkrankungen in diesem Alter. Personen unter 50, die nicht zur Risikogruppe gehören, haben eine extrem niedrige Sterblichkeit (weniger als 0,05% vermute ich), und ja ich weiß, jeder Tote ist einer zuviel. Ich arbeite beruflich selbst mit Statistiken zur Bevölkerung, auch zu deren Gesundheit, daher versuche ich die Daten (plus das Wissen über die Dunkelziffer) soweit es geht einzuschätzen.

So traurig es ist, das Virus wird Opfer hervorrufen, das lässt sich gar nicht verhindern. Eine Immunisierung (ich sage bewusst nicht Durchseuchung) der Nicht-Risikogruppe bringt die geringste Opferzahl und das wollen doch alle. Zudem verringert es die wirtschaftlichen und psychischen und letztlich auch gesundheitlichen Kolleteralschäden. Man muss es eben vernünftig und unter sehr guter Steuerung durchsetzen.
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Dienstag, 7.04.2020, 15:12

...

So traurig es ist, das Virus wird Opfer hervorrufen, das lässt sich gar nicht verhindern. Eine Immunisierung (ich sage bewusst nicht Durchseuchung) der Nicht-Risikogruppe bringt die geringste Opferzahl und das wollen doch alle. Zudem verringert es die wirtschaftlichen und psychischen und letztlich auch gesundheitlichen Kolleteralschäden. Man muss es eben vernünftig und unter sehr guter Steuerung durchsetzen.


Wir können aber nicht eine ganze Generation opfern, das verbietet allein Artikel 1 in unserem Grundgesetz.

Ein Schritt zurück in die Normalität wird sich trotzdem nur mit weiterhin massiven Eingriffen in das Alltagsleben umsetzen lassen.

946

Dienstag, 7.04.2020, 15:30

Puuh, ich brauche mal ne Auszeit! Der Ton hier ist zwar immer noch in Ordnung, aber inhaltlich bewegen sich einige inzwischen auf äußerst bedenklichem Niveau. Vielleicht sollten alle mal gut durchlüften?!

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947

Dienstag, 7.04.2020, 16:32

Tut mir Leid, aber dieses Szenario mit so vielen Toten unter 60 Jahren ist an den Haaren herbeigezogen oder der allerschlimmste Worst Case, den die Daten zulassen. Natürlich will ich so etwas nicht. Bei den unter 60jährigen liegt die offizielle (!) Sterblichkeit bei vielleicht 0,5% inklusive der Risikogruppe und ohne die nicht registrierten Infizierten. Bei den unter 50jährigen ist die Sterblichkeit wahrscheinlich höchstens 0,2%. Diese Quoten sind aufgrund der hohen Dunkelziffer noch viel niedriger, zudem sterben kaum Personen ohne Vorerkrankungen in diesem Alter. Personen unter 50, die nicht zur Risikogruppe gehören, haben eine extrem niedrige Sterblichkeit (weniger als 0,05% vermute ich), und ja ich weiß, jeder Tote ist einer zuviel. Ich arbeite beruflich selbst mit Statistiken zur Bevölkerung, auch zu deren Gesundheit, daher versuche ich die Daten (plus das Wissen über die Dunkelziffer) soweit es geht einzuschätzen.

So traurig es ist, das Virus wird Opfer hervorrufen, das lässt sich gar nicht verhindern. Eine Immunisierung (ich sage bewusst nicht Durchseuchung) der Nicht-Risikogruppe bringt die geringste Opferzahl und das wollen doch alle. Zudem verringert es die wirtschaftlichen und psychischen und letztlich auch gesundheitlichen Kolleteralschäden. Man muss es eben vernünftig und unter sehr guter Steuerung durchsetzen.

Das Problem ist doch gerade, dass keine belastbaren und wissenschaftlich fundierten Daten vorliegen. Sämliche Aussagen von Dir beruhen auf nur auf Mutmassungen und darauf basierende Modellrechnungen, aber haben doch nichts mit der Realität zu tun. Keiner kennt die Dunkelziffer von bereits Infizierten, keiner weiß, wie viele der Toten wirklich an Covid-19 gestorben sind, sämtliche Statistiken sind ungenau und wir fangen erst gerade an, wirklich belastbare Daten zu generieren. Und weil das so ist, ist es doch illosorisch, von vernünftiger und vor allem guter Steuerung zu reden. Wenn es so einfach wäre, wären doch die Verantwortlichen sprich Politiker die ersten, die viel zielgerichtete Massnahmen beschliessen würden.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ArminiaPF2D« (7.04.2020, 16:44)


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Dienstag, 7.04.2020, 16:45

...

So traurig es ist, das Virus wird Opfer hervorrufen, das lässt sich gar nicht verhindern. Eine Immunisierung (ich sage bewusst nicht Durchseuchung) der Nicht-Risikogruppe bringt die geringste Opferzahl und das wollen doch alle. Zudem verringert es die wirtschaftlichen und psychischen und letztlich auch gesundheitlichen Kolleteralschäden. Man muss es eben vernünftig und unter sehr guter Steuerung durchsetzen.


Wir können aber nicht eine ganze Generation opfern, das verbietet allein Artikel 1 in unserem Grundgesetz.

Ein Schritt zurück in die Normalität wird sich trotzdem nur mit weiterhin massiven Eingriffen in das Alltagsleben umsetzen lassen.

Wo liest Du denn da raus, dass eine Generation geopfert wird? Und vor allem welche? Die alte nicht, die wird ja dadurch geschützt, weil sie nicht mit Infizierten in Kontakt kommen soll. Und die junge auch nicht, weil die deutlich besser mit der Erkrankung fertig wird. Es wird zudem niemand gezwungen, sich anzustecken.

Ich sage doch auch gar nicht, dass alle sofort wie wild auf die Straße laufen und sich anhusten sollen. Die Hygieneregeln sollten nach wie vor gelten. Es sollte den Menschen nur die Möglichkeit gegeben werden, ihre Existenz nicht völlig zu verlieren. Ich komme aus einer Familie mit vielen Selbständigen und ich sehe ja was die aktuelle Situation mit ihnen macht. Nicht nur auf dem Konto. Die Eingriffe, so richtig sie im Moment noch sind, sollten mit Augenmaß und Weitsicht betrachtet werden, am besten auch nicht nur von Virologen, sondern von Experten aller Fachrichtungen.
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Dienstag, 7.04.2020, 16:54

Tut mir Leid, aber dieses Szenario mit so vielen Toten unter 60 Jahren ist an den Haaren herbeigezogen oder der allerschlimmste Worst Case, den die Daten zulassen. Natürlich will ich so etwas nicht. Bei den unter 60jährigen liegt die offizielle (!) Sterblichkeit bei vielleicht 0,5% inklusive der Risikogruppe und ohne die nicht registrierten Infizierten. Bei den unter 50jährigen ist die Sterblichkeit wahrscheinlich höchstens 0,2%. Diese Quoten sind aufgrund der hohen Dunkelziffer noch viel niedriger, zudem sterben kaum Personen ohne Vorerkrankungen in diesem Alter. Personen unter 50, die nicht zur Risikogruppe gehören, haben eine extrem niedrige Sterblichkeit (weniger als 0,05% vermute ich), und ja ich weiß, jeder Tote ist einer zuviel. Ich arbeite beruflich selbst mit Statistiken zur Bevölkerung, auch zu deren Gesundheit, daher versuche ich die Daten (plus das Wissen über die Dunkelziffer) soweit es geht einzuschätzen.

So traurig es ist, das Virus wird Opfer hervorrufen, das lässt sich gar nicht verhindern. Eine Immunisierung (ich sage bewusst nicht Durchseuchung) der Nicht-Risikogruppe bringt die geringste Opferzahl und das wollen doch alle. Zudem verringert es die wirtschaftlichen und psychischen und letztlich auch gesundheitlichen Kolleteralschäden. Man muss es eben vernünftig und unter sehr guter Steuerung durchsetzen.

Das Problem ist doch gerade, dass keine belastbaren und wissenschaftlich fundierten Daten vorliegen. Sämliche Aussagen von Dir beruhen auf nur auf Mutmassungen und darauf basierende Modellrechnungen, aber haben doch nichts mit der Realität zu tun. Keiner kennt die Dunkelziffer von bereits Infizierten, keiner weiß, wie viele der Toten wirklich an Covid-19 gestorben sind, sämtliche Statistiken sind ungenau und wir fangen erst gerade an, wirklich belastbare Daten zu generieren. Und weil das so ist, ist es doch illosorisch, von vernünftiger und vor allem guter Steuerung zu reden. Wenn es so einfach wäre, wären doch die Verantwortlichen sprich Politiker die ersten, die viel zielgerichtete Massnahmen beschliessen würden.
Genau, diese belastbaren Daten müssen erst vorliegen. Dann sollen Maßnahmen entschieden werden. Aber beides (Anzahl der Infizierten und Tod DURCH Covid19) geht in die Richtung, dass die Sterblichkeit bei der der aktuell vorliegenden Zählweise überschätzt wird. Die Frage ist nur, um welchen Faktor. Um das herauszufinden wird noch Zeit vergehen, aber zumindest sollte man sich über solche Szenarien Gedanken machen.
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950

Dienstag, 7.04.2020, 19:49

Wie lange soll die aktuelle Situation eurer Meinung so weiterlaufen?
Aus meiner Sicht muss das solange weiterlaufen, bis das Virus weitestgehend „im Griff“ ist. Für mich persönlich bedeutet das kaum bis keine Neuinfektionen über einen Zeitraum von ca. 2 Wochen. Wie lange das dauert, kann ich nicht sagen, aber das ist für mich die einzige Kennziffer, nach der man davon ausgehen kann, dass es beim Öffnen der Restriktionen nicht direkt zu einer zweiten Welle kommt. Und wenn dann geöffnet wird, bitte nach und nach und mit Bedacht. D.h. Schulen, Betriebe, Kitas und alles, was wichtig ist, zuerst. Dazu zählen Dinge wie Tourismus und Sport, insbesondere Profifußball, mit Sicherheit nicht!

Gegenfrage: Was habt ihr denn davon, jetzt möglichst bald alles wieder zuzulassen und dann in wenigen Wochen dieselbe Scheiße oder schlimmer von vorne zu beginnen? Es ist doch nicht schwer zu verstehen, dass, solange es noch hohe Neuinfektionen gibt, die exponentiale Steigerung direkt wieder einsetzen würde. Damit ist doch niemandem geholfen!

Im Prinzip müssen diese Maßnahmen demnach anhalten bis wir einen Impfstoff gefunden haben oder sich 80% der Bevölkerung infiziert hat. Eine Person genügt, um eine die Ansteckungskette in Gang zu bringen. Diese Person kann auch asymptomatisch sein, d.h. keinerlei Syptome aufweisen. Was ist wenn diese Person aus dem Ausland kommt?
Ich habe vorletzte Woche einen Artikel gelesen, dass in Nigeria bis dato ca. 150 Tests durchgeführt worden sind, etwas weniger als 50 Personen waren mit dem Coronavirus infiziert (Quelle: https://qz.com/africa/1824401/coronaviru…only-153-tests/). Wie hoch schätzt Du die Dunkelziffer ein? Das ist in anderen Ländern kaum anders.
Man könnte gar sagen, wo nicht getestet wird, gibt es das Virus gar nicht. Das ist so wie in China, ein paar Wochen war alles dicht und plötzlich gab es 3 Tage keine Corona-Kranken mehr, jetzt steigt die Zahl wieder, obwohl auch weniger getestet wird.

Ich decke mich mal mit Lebensmittel ein, denn die nächsten Jahre werden wir wohl zu Hause verbringen müssen...
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951

Dienstag, 7.04.2020, 19:58


Die Ligen sollten dann wieder losgehen sobald es für alle wieder sicher ist draußen Fußball zu spielen

:thumbup:
Richtig, es wäre Schwachsinn, wenn es mit dem Fußball weitergeht und der Rest der Bevölkerung beruflich weiter in die Röhre schauen darf, weil z.B. Firmen, Schulen usw. weiterhin geschlossen sind.
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952

Dienstag, 7.04.2020, 20:57

Eine Person genügt, um eine die Ansteckungskette in Gang zu bringen.
Deswegen schrieb ich ja von weitestgehend. Wenn nur noch wenige Infektionen vorliegen, reduziert das die Wahrscheinlichkeit einer raschen Ausbreitung.


Wie hoch ich die Dunkelziffer in Nigeria einschätze? Nicht Dein ernst, oder...?

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Dienstag, 7.04.2020, 21:02

Die Alten Leute in Alters, Pflegeheime und Krankenhäuser sind ja nun isoliert.
Das Problem sind da ja nun die Pflegekräfte und Ärzte und die müssen immunisiert werden und dürfen das Virus nicht verbreiten.
Wenn erstmal ein verseuchter Pfleger mir den Arsch abwischt, kann ich mir auch gleich die Kugel geben.
Wer geht noch freiwillig ins Krankenhaus?

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Dienstag, 7.04.2020, 21:17

Eine Person genügt, um eine die Ansteckungskette in Gang zu bringen.
Deswegen schrieb ich ja von weitestgehend. Wenn nur noch wenige Infektionen vorliegen, reduziert das die Wahrscheinlichkeit einer raschen Ausbreitung.


Wie hoch ich die Dunkelziffer in Nigeria einschätze? Nicht Dein ernst, oder...?

Das war eine rhetorische Frage...

Du meinst, dass wenn es hier nur wenige Infizierte gäbe eine schnelle Ausbreitung verhindert werden könnte. Wie gesagt, es reicht eine Person, wie in Heinsberg. Der Mann kam aus Italien zurück und hat über die Festtage die halbe Stadt angesteckt. Die Personen sind dann ihrem Alltag nachgegangen ohne zu wissen, dass sie infiziert sind, weil SARS-CoV-2 eine Inkubationszeit von etwa 4- 10 Tagen hat. Die Kette ist nun wieder in Gang gesetzt. Außerdem reisen die Menschen zum Teil kreuz und quer durch das gesamte Bundesgebiet.
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Dienstag, 7.04.2020, 21:28

Ja, das bestreite ich ja alles gar nicht. Es ist aber umso wichtiger, dass die Anzahl der Infizierten möglichst klein ist, wenn wieder geöffnet wird, da ansonsten viele kleine Ketten gestartet werden, die dann schneller nicht mehr zu bewältigen sind.

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Dienstag, 7.04.2020, 21:34

Die Alten Leute in Alters, Pflegeheime und Krankenhäuser sind ja nun isoliert.
Das Problem sind da ja nun die Pflegekräfte und Ärzte und die müssen immunisiert werden und dürfen das Virus nicht verbreiten.
Wenn erstmal ein verseuchter Pfleger mir den Arsch abwischt, kann ich mir auch gleich die Kugel geben.
Wer geht noch freiwillig ins Krankenhaus?

Freiwillig geht sowieso kaum einer ins Krankenhaus, es sei denn fürchterlich eine Schönheitsoperation und aus dem Alter bist Du doch raus. Also bleibt bloß schön gesund.

Insgesamt kann ich mir immer noch nicht vorstellen wie die restliche Saison ohne weitere Ansteckung gespielt werden könnte. Geht die mit Geisterspielen wieder los, dann vermute ich das spätestens nach zwei Wochen die ersten Infizierten auftauchen und der Versuch wieder abgebrochen werden muß.

Und benachteiligt wird sich ja sowieso jeder Verein sofort fühlen. Jetzt heult ja schon der Spodi von H96 im Kicker wie „brutal der Nachteil“ für sie ist, nur weil die zuerst in Quarantäne mussten.

Nächste Saison gibt es bestimmt ab dem Frühjahr eine neue Chance auf den Aufstieg, Arminenfluch halt mal wieder. Aber auch das werden wir überstehen!
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Dienstag, 7.04.2020, 21:35

Das Ganze wird nur funktionieren, wenn bei erneuten lokalen Ausbrüchen viel schneller und häufiger getestet wird als derzeit, so dass kleine lokale Herde sofort identifiziert und isoliert werden können. Und ich bin mir sicher, dass schon in kurzer Zeit viel mehr Testkapazitäten zur Verfügung stehen werden, auch Schnelltests, für die kein besonderes Labor benötigt wird. Hinzu kommt, dass die Leute jetzt viel stärker sensibilisiert für die Symptome sind, anfangs war das für die meisten hier doch noch eine exotische asiatische Erscheinung, die uns nicht betraf. Und währenddessen konnte sich der Erreger z.B. über die Massenveranstaltungen ausbreiten. Und die sollen ja weiterhin verboten bleiben. Hinzu kommt eine bessere Hygiene und evtl. auch die allgemeine Maskenpflicht an bestimmten Orten. Aber oberstes Ziel muss es bleiben, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten und niemanden unnötig zu gefährden. Und noch einmal betont: Eine komplette Zwangsisolation der Risikogruppen ist weder praktisch noch vom Grundgesetz her machbar.
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Dienstag, 7.04.2020, 21:38

In Holland soll die Serie jetzt auch mit Geisterspielen fortgesetzt werden, aber anders als hier bei uns gibt es dagegen massive Proteste der Vereine! https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft…k-16677896.html
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Dienstag, 7.04.2020, 22:18

Vereine werden bei uns nicht das Problem sein, aber ich hoffe, dass die Spieler schlau genug sind, auf ausreichenden Schutz zu pochen oder sich andernfalls zu verweigern. Bisher sagen sie ja alle ganz brav, dass Fußballer schnellstmöglich wieder spielen möchten. Mal gucken, was dieselben sagen, wenn der erste von ihnen bei Wiederaufnahme der Spiele infiziert wird.

960

Mittwoch, 8.04.2020, 07:12

Bzgl der Zahlen noch was. Bei 2 Kollegen jetzt mitbekommen. Die testen bei weitem nicht jeden. Mit einzelnen Symptomen wird man erstmal 2 Wochen nach Hause geschickt, getestet wird erst, wenn Fieber dabei ist oder im Umfeld ein positiver Test war. Die ganzen leichten Verläufe werden folglich in der Infizierten Statistik nicht mal erfasst.

Von daher sind die Prognosen schlicht schwierig.
Mathias Hain: "Wir standen zwei Mal im Pokal-Halbfinale und waren fünf Jahre in der ersten Liga. Da darf man doch jetzt nicht so schlecht dastehen"