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3 101

Mittwoch, 11.11.2020, 14:57

Aber: Hey, es wird einen Impfstoff geben! Das bedeutet Licht am Ende des Tunnels. Für uns alle. Egal wie lang der Weg im Tunnel noch ist. Das sind doch endlich mal good news in dieser depressiven Zeit!


Genau so sehe ich das auch! :hi: :thumbup:

3 102

Mittwoch, 11.11.2020, 15:52

So, 1,5 Std später ist die Vorfreude deutlich getrübt... X(

Laut einem SEC-Filing hat Pfizer-CEO Albert Bourla einen Tag nach der Ankündigung der nicht näher spezifizierten Impfstoff-Effektivität von angeblich über 90 Prozent insgesamt 62 Prozent seiner Aktien für etwa 5,6 Millionen Dollar im Rahmen eines im Vorab definierten Plans verkauft. / Quelle: Guidants News https://news.guidants.com



Hat für mich ein übles Geschmäckle, das zu einer bösen Überraschung führen kann! Warum verkauft man seine Anteile, einen Tag nach Verkündung, wenn das Unternehmen mutmaßlich zur Rakete mutiert? Weiß da jemand mehr und macht sich schnell die Taschen voll? :verbot:

3 103

Mittwoch, 11.11.2020, 15:56

So, 1,5 Std später ist die Vorfreude deutlich getrübt... X(

Laut einem SEC-Filing hat Pfizer-CEO Albert Bourla einen Tag nach der Ankündigung der nicht näher spezifizierten Impfstoff-Effektivität von angeblich über 90 Prozent insgesamt 62 Prozent seiner Aktien für etwa 5,6 Millionen Dollar im Rahmen eines im Vorab definierten Plans verkauft. / Quelle: Guidants News https://news.guidants.com



Hat für mich ein übles Geschmäckle, das zu einer bösen Überraschung führen kann! Warum verkauft man seine Anteile, einen Tag nach Verkündung, wenn das Unternehmen mutmaßlich zur Rakete mutiert? Weiß da jemand mehr und macht sich schnell die Taschen voll? :verbot:

Keine Ahnung. Sicher auch davon abhängig, was "...im Rahmen eines im Vorab definierten Plans..." genau bedeutet.

3 104

Mittwoch, 11.11.2020, 17:05

Wir pushen den Kurs und schmeißen dann unsere Anteile auf den Markt!

Seit WireCard scheint alles möglich.

3 106

Donnerstag, 12.11.2020, 06:14

GT: +148 -> 208,0 / 0 neue Todesfälle


Zitat

Die Liste der betroffenen Schulen und Kitas wird immer länger. Wann hier wohl endlich ein Zusammenhang erkannt wird?


Warum Zusammenhang?

Dann musst Du auch die ganzen anderen Betriebe, Handwerker, Dienstleister, Behörden und Geschäfte auflisten, wo aktuell Menschen infiziert sind und deshalb Andere in Quarantäne geschickt wurden.

Welches Alleinstellungsmerkmal haben Schüler und Lehrer, dass sie sich nicht im privaten Umfeld infizieren?

3 107

Donnerstag, 12.11.2020, 06:26

Da fehlt mir leider der Vergleich, wie viele Betriebe betroffen sind. Grundsätzlich finde ich, dass sich Firmen wesentlich besser mit Homeoffice, anteiliger Bürobesetzung und durchgängigen Hygienekonzepten auf die Situation einstellen können.

Schulen haben für mich das Alleinstellungsmerkmal, dass seit März immer noch zu wenig passiert ist, um Ansteckungen uu verhindern. Es wird immer noch über Busse diskutiert und über Abfangszeiten und Pausenverhalten. Sportunterricht findet in der Halle statt, ohne Maske. Hier dreht man sich im Kreis und jede Schule pröddelt vor sich hin, weil sie mit der Situation überfordert ist.

Zitat einer bekannten Lehrerin gestern zu der Entscheidung, früher in die Weihnachtsferien zu gegen: „Gott sei Dank, 2 Tage mehr frei. Das können wir sehr gut gebrauchen!“

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3 108

Donnerstag, 12.11.2020, 07:21

Da fehlt mir leider der Vergleich, wie viele Betriebe betroffen sind. Grundsätzlich finde ich, dass sich Firmen wesentlich besser mit Homeoffice, anteiliger Bürobesetzung und durchgängigen Hygienekonzepten auf die Situation einstellen können.

Schulen haben für mich das Alleinstellungsmerkmal, dass seit März immer noch zu wenig passiert ist, um Ansteckungen uu verhindern. Es wird immer noch über Busse diskutiert und über Abfangszeiten und Pausenverhalten. Sportunterricht findet in der Halle statt, ohne Maske. Hier dreht man sich im Kreis und jede Schule pröddelt vor sich hin, weil sie mit der Situation überfordert ist.

Zitat einer bekannten Lehrerin gestern zu der Entscheidung, früher in die Weihnachtsferien zu gegen: „Gott sei Dank, 2 Tage mehr frei. Das können wir sehr gut gebrauchen!“

Jau die Lehrer können das gebrauchen, weil sie ja soooooo belastet sind :lol: ! Das sagt eine der wenigen Berufsgruppen, in der sich Risikogruppen selbst vom Präsenzunterricht freistellen können. Was ist eigentlich mit den Eltern, die seit einem Jahr jedes Loch irgendwie stopfen müssen? Die zusätzlichen Tage werden dazu führen, dass die Kinder zu Oma und Opa gegeben werden müssen - was ja genau eben nicht passieren sollte - weil etliche Menschen ihre Stundenkonten und Urlaubstage bereits in den anderen Lockdown- und Quarantänephasen aufgebraucht haben. Denn wie an so vielen anderen Stellen hat man leider versäumt, für Eltern in irgendeiner Form eine Lösung zu generieren. Da gibt es nicht mal Kurzarbeitergeld!
_

Ich habe das Glück, dass ich ins Homeoffice wechseln kann und mein Arbeitgeber dieses Recht für solche Fälle sogar am Jahresanfang verankert hat. Was ich mit zwei Kindern zu Hause für eine Arbeitsleistung erbringen kann, steht auf einem anderen Blatt. Ich möchte mal sehen, wie das Handwerker, Schichtarbeiter, Pflegekräfte, Einzelhändler, usw. lösen. Das ist doch wieder mal eine typisch blinde Entscheidung, die nicht durchdacht wurde.
_
Übrigens möchte ich noch mal drauf hinweisen, dass an den Schulen bisher keine Masseninfektionen oder Hotspots festgestellt wurden. Es handelt sich immer wieder um Einzelfälle und das ist bei den Infektionszahlen nun mal leider unvermeidlich.
Es kann passieren, was will: Es gibt immer einen, der es kommen sah!

Ich bin nur für das verantwortlich was ich schreibe und nicht für das, was andere verstehen.

3 109

Donnerstag, 12.11.2020, 07:26

Es geht doch zuerst um den Schutz eines jeden Einzelnen. Alle Mitarbeiter, die nach Corona-Fällen bei uns im Unternehmen bis dato in Quarantäne geschickt wurden, haben sich nicht angesteckt bzw. sind nicht erkrankt. Dann haben die Schutzmaßnahmen bei uns auf jeden Fall gewirkt.

Genauso verhält es sich doch in den Schulen. Es soll verhindert werden, dass sich die Schulen zu einem Ansteckungsherd entwickeln. Da kann ich aber nicht bewerten, ob dies in der Praxis der Fall ist. Ich erinnere mich aber daran, dass seinerzeit die Hochzeiten und der Ganztagsgeburtstag keine erhöhten Infektionszahlen in den Bielefelder Schulen verursacht haben.

Edit: ... wie gerade vom @Richie geschrieben.

3 110

Donnerstag, 12.11.2020, 07:37

Da fehlt mir leider der Vergleich, wie viele Betriebe betroffen sind. Grundsätzlich finde ich, dass sich Firmen wesentlich besser mit Homeoffice, anteiliger Bürobesetzung und durchgängigen Hygienekonzepten auf die Situation einstellen können.

Schulen haben für mich das Alleinstellungsmerkmal, dass seit März immer noch zu wenig passiert ist, um Ansteckungen uu verhindern. Es wird immer noch über Busse diskutiert und über Abfangszeiten und Pausenverhalten. Sportunterricht findet in der Halle statt, ohne Maske. Hier dreht man sich im Kreis und jede Schule pröddelt vor sich hin, weil sie mit der Situation überfordert ist.

Zitat einer bekannten Lehrerin gestern zu der Entscheidung, früher in die Weihnachtsferien zu gegen: „Gott sei Dank, 2 Tage mehr frei. Das können wir sehr gut gebrauchen!“

Jau die Lehrer können das gebrauchen, weil sie ja soooooo belastet sind :lol: ! Das sagt eine der wenigen Berufsgruppen, in der sich Risikogruppen selbst vom Präsenzunterricht freistellen können. Was ist eigentlich mit den Eltern, die seit einem Jahr jedes Loch irgendwie stopfen müssen? Die zusätzlichen Tage werden dazu führen, dass die Kinder zu Oma und Opa gegeben werden müssen - was ja genau eben nicht passieren sollte - weil etliche Menschen ihre Stundenkonten und Urlaubstage bereits in den anderen Lockdown- und Quarantänephasen aufgebraucht haben. Denn wie an so vielen anderen Stellen hat man leider versäumt, für Eltern in irgendeiner Form eine Lösung zu generieren. Da gibt es nicht mal Kurzarbeitergeld!
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Ich habe das Glück, dass ich ins Homeoffice wechseln kann und mein Arbeitgeber dieses Recht für solche Fälle sogar am Jahresanfang verankert hat. Was ich mit zwei Kindern zu Hause für eine Arbeitsleistung erbringen kann, steht auf einem anderen Blatt. Ich möchte mal sehen, wie das Handwerker, Schichtarbeiter, Pflegekräfte, Einzelhändler, usw. lösen. Das ist doch wieder mal eine typisch blinde Entscheidung, die nicht durchdacht wurde.
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Übrigens möchte ich noch mal drauf hinweisen, dass an den Schulen bisher keine Masseninfektionen oder Hotspots festgestellt wurden. Es handelt sich immer wieder um Einzelfälle und das ist bei den Infektionszahlen nun mal leider unvermeidlich.
Absolute Zustimmung. Ergänzend möchte ich noch anmerken, dass die Lehrerschaft als eine der wenigen Berufsgruppen ohne finanzielle Abstriche durch die bisherige Coronazeit gekommen ist. Da können ein paar zusätzliche freie Tage sicher nicht schaden...

Einen Hotspot hat es in Schulen - soweit mit bekannt - tatsächlich bisher nicht gegeben. Mich würde mal eine Statistik interessieren, ob dort der Anstieg an Infektionen anders verläuft als in der übrigen Gesellschaft. Scheint aber schwierig zu sein, an solche Zahlen zu kommen... ;)

Hier eine ganz gute Zusammenfassung zum Thema Schulen:
https://www.tagesschau.de/inland/corona-schulen-109.html

3 111

Donnerstag, 12.11.2020, 08:28

Da fehlt mir leider der Vergleich, wie viele Betriebe betroffen sind. Grundsätzlich finde ich, dass sich Firmen wesentlich besser mit Homeoffice, anteiliger Bürobesetzung und durchgängigen Hygienekonzepten auf die Situation einstellen können.

Schulen haben für mich das Alleinstellungsmerkmal, dass seit März immer noch zu wenig passiert ist, um Ansteckungen uu verhindern. Es wird immer noch über Busse diskutiert und über Abfangszeiten und Pausenverhalten. Sportunterricht findet in der Halle statt, ohne Maske. Hier dreht man sich im Kreis und jede Schule pröddelt vor sich hin, weil sie mit der Situation überfordert ist.

Zitat einer bekannten Lehrerin gestern zu der Entscheidung, früher in die Weihnachtsferien zu gegen: „Gott sei Dank, 2 Tage mehr frei. Das können wir sehr gut gebrauchen!“
Ich habe das Glück, dass ich ins Homeoffice wechseln kann und mein Arbeitgeber dieses Recht für solche Fälle sogar am Jahresanfang verankert hat. Was ich mit zwei Kindern zu Hause für eine Arbeitsleistung erbringen kann, steht auf einem anderen Blatt.
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Ich habe ein vielfaches an Kindern, bin Freiberufler und absolviere einen Großteil meiner Arbeit aus dem heimischen Büro heraus. Eine ordentliche Erziehung und Nerven aus Drahtseilen helfen da absolut weiter. Meine beruflichen Außentermine bedeuten für mich z.B. Erholung. Also stell dich nicht so an... ;) :D
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DSC Arminia Bielefeld - Nicht schön, aber erfolglos

3 112

Donnerstag, 12.11.2020, 09:05

Tja, Lehrer-Bashing... Sehr dankbares Feld...

Ich bin zwar kein Lehrer habe aber viel mit Lehrern zu tun. Mal abgesehen davon, dass die Zeiten als die Lehrer sich selbst als Risikogruppe einstufen konnten schon länger vorbei sind, ich denke ihr müsstet Euch mal die Situation an den Schulen anschauen (Ausstattung, Klassengröße, Schülerschaft, Zusatzaufgaben, etc.). Die Situation, die ihr aus Eurer Schulzeit kanntet, ist heute definitiv eine andere.

Das Ganze ist aber eine gesellschaftliche Aufgabe und da werden die Lehrer ganz schön im Regen stehen gelassen. Nur mal so...
Nur noch 23 Punkte...

3 113

Donnerstag, 12.11.2020, 09:41

Tja, Lehrer-Bashing... Sehr dankbares Feld...

...
Das Ganze ist aber eine gesellschaftliche Aufgabe und da werden die Lehrer ganz schön im Regen stehen gelassen. Nur mal so...


Ich möchte ebenfalls nicht mit Lehrern tauschen. Gerade vor dem Hintergund, dass in vielen Fällen nicht die Kinder, sondern deren Eltern der größte Stressfaktor für Lehrkräfte geworden sind.

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3 114

Donnerstag, 12.11.2020, 10:23

Tja, Lehrer-Bashing... Sehr dankbares Feld...

Ich bin zwar kein Lehrer habe aber viel mit Lehrern zu tun. Mal abgesehen davon, dass die Zeiten als die Lehrer sich selbst als Risikogruppe einstufen konnten schon länger vorbei sind, ich denke ihr müsstet Euch mal die Situation an den Schulen anschauen (Ausstattung, Klassengröße, Schülerschaft, Zusatzaufgaben, etc.). Die Situation, die ihr aus Eurer Schulzeit kanntet, ist heute definitiv eine andere.

Das Ganze ist aber eine gesellschaftliche Aufgabe und da werden die Lehrer ganz schön im Regen stehen gelassen. Nur mal so...



100% bei dir. Dass was ich von Lehrerinnen höre hat nix mehr mit dem (ach ja die haben ja nur Ferien) Klischee zu tun, was wir früher immer dachten. Lehren fängt heute damit an, verzweifelt zu versuchen, nicht mehr-erzogene Kinder zu bändigen (versuch da mal Maskenpflicht etc durchzubringen) und 5-6 Klässlern (!) endlich Deutsch beizubringen. Jetzt wälzt man quasi das Problem Corona auch noch auf die Schulen ab, dass wenigstens alle anderen in Ruhe arbeiten können. Das ist echt ein Dilemma.

Und die Ansteckungsgefahr mag bei gutem Management (Lüften, Co2-Ampeln, wechselnde Pausenzeiten) ja noch reduziert werden können, wird aber durch volle Schulbusse konterkariert.

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3 115

Donnerstag, 12.11.2020, 11:18

Ich möchte ebenfalls nicht mit Lehrern tauschen. Gerade vor dem Hintergund, dass in vielen Fällen nicht die Kinder, sondern deren Eltern der größte Stressfaktor für Lehrkräfte geworden sind.

Und dafür ist auch die Politik verantwortlich, indem sie immer weiter die Elternrechte gestärkt hat, die Eltern allerdings die "Erziehung" weitgehend den Schulen überlässt, nach dem Motto: "Machen Sie mal was, ich werde mit ihm nicht mehr fertig !"
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3 116

Donnerstag, 12.11.2020, 11:29

Da fehlt mir leider der Vergleich, wie viele Betriebe betroffen sind. Grundsätzlich finde ich, dass sich Firmen wesentlich besser mit Homeoffice, anteiliger Bürobesetzung und durchgängigen Hygienekonzepten auf die Situation einstellen können.

Schulen haben für mich das Alleinstellungsmerkmal, dass seit März immer noch zu wenig passiert ist, um Ansteckungen uu verhindern. Es wird immer noch über Busse diskutiert und über Abfangszeiten und Pausenverhalten. Sportunterricht findet in der Halle statt, ohne Maske. Hier dreht man sich im Kreis und jede Schule pröddelt vor sich hin, weil sie mit der Situation überfordert ist.

Zitat einer bekannten Lehrerin gestern zu der Entscheidung, früher in die Weihnachtsferien zu gegen: „Gott sei Dank, 2 Tage mehr frei. Das können wir sehr gut gebrauchen!“

Jau die Lehrer können das gebrauchen, weil sie ja soooooo belastet sind :lol: ! Das sagt eine der wenigen Berufsgruppen, in der sich Risikogruppen selbst vom Präsenzunterricht freistellen können. Was ist eigentlich mit den Eltern, die seit einem Jahr jedes Loch irgendwie stopfen müssen? Die zusätzlichen Tage werden dazu führen, dass die Kinder zu Oma und Opa gegeben werden müssen - was ja genau eben nicht passieren sollte - weil etliche Menschen ihre Stundenkonten und Urlaubstage bereits in den anderen Lockdown- und Quarantänephasen aufgebraucht haben. Denn wie an so vielen anderen Stellen hat man leider versäumt, für Eltern in irgendeiner Form eine Lösung zu generieren. Da gibt es nicht mal Kurzarbeitergeld!
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Ich habe das Glück, dass ich ins Homeoffice wechseln kann und mein Arbeitgeber dieses Recht für solche Fälle sogar am Jahresanfang verankert hat. Was ich mit zwei Kindern zu Hause für eine Arbeitsleistung erbringen kann, steht auf einem anderen Blatt. Ich möchte mal sehen, wie das Handwerker, Schichtarbeiter, Pflegekräfte, Einzelhändler, usw. lösen. Das ist doch wieder mal eine typisch blinde Entscheidung, die nicht durchdacht wurde.
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Übrigens möchte ich noch mal drauf hinweisen, dass an den Schulen bisher keine Masseninfektionen oder Hotspots festgestellt wurden. Es handelt sich immer wieder um Einzelfälle und das ist bei den Infektionszahlen nun mal leider unvermeidlich.
Also ich bin Jahrgang 74 und mein Bruder der 2 Jahre älter ist als meine Wenigkeit sind im Alter von 8 bzw 10 immer alleine zu Hause gewesen da beide Elternteile Vollzeit berufstätig waren.
Beide haben wir Berufe erlernt und sind
auch heute erwerbstätig.
Homeoffice gab es seinerzeit gar nicht
außer bei privilegierten die vielleicht Selbständig waren.
Netflix und Co hießen Ferienprogramm
und trotzdem haben wir uns beschäftigt.
Essen das vorgekocht wurde hat mein Bruder nach der Schule aufgewärmt
und wir haben zusammen gegessen danach haben wir Schulaufgaben gemacht und sind dann
raus zum bolzen etc...bis die Eltern ab 17 Uhr nach Hause kamen.
Klar Kleinkinder kann man nicht alleine lassen aber ab einem gewissen Alter sollte das doch möglich sein.

3 117

Donnerstag, 12.11.2020, 12:45

Ich möchte ebenfalls nicht mit Lehrern tauschen. Gerade vor dem Hintergund, dass in vielen Fällen nicht die Kinder, sondern deren Eltern der größte Stressfaktor für Lehrkräfte geworden sind.

Und dafür ist auch die Politik verantwortlich, indem sie immer weiter die Elternrechte gestärkt hat, die Eltern allerdings die "Erziehung" weitgehend den Schulen überlässt, nach dem Motto: "Machen Sie mal was, ich werde mit ihm nicht mehr fertig !"


Ich meine eher die Eltern, die bereits bei ihren Kindern in der Grundschule dafür Sorge tragen wollen, dass den Sprößlingen nicht eine Karriere als Atom-Physiker oder Literatur-Nobelpreisträger verwehrt bleibt.

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3 118

Donnerstag, 12.11.2020, 14:30

Da fehlt mir leider der Vergleich, wie viele Betriebe betroffen sind. Grundsätzlich finde ich, dass sich Firmen wesentlich besser mit Homeoffice, anteiliger Bürobesetzung und durchgängigen Hygienekonzepten auf die Situation einstellen können.

Schulen haben für mich das Alleinstellungsmerkmal, dass seit März immer noch zu wenig passiert ist, um Ansteckungen uu verhindern. Es wird immer noch über Busse diskutiert und über Abfangszeiten und Pausenverhalten. Sportunterricht findet in der Halle statt, ohne Maske. Hier dreht man sich im Kreis und jede Schule pröddelt vor sich hin, weil sie mit der Situation überfordert ist.

Zitat einer bekannten Lehrerin gestern zu der Entscheidung, früher in die Weihnachtsferien zu gegen: „Gott sei Dank, 2 Tage mehr frei. Das können wir sehr gut gebrauchen!“

Jau die Lehrer können das gebrauchen, weil sie ja soooooo belastet sind :lol: ! Das sagt eine der wenigen Berufsgruppen, in der sich Risikogruppen selbst vom Präsenzunterricht freistellen können. Was ist eigentlich mit den Eltern, die seit einem Jahr jedes Loch irgendwie stopfen müssen? Die zusätzlichen Tage werden dazu führen, dass die Kinder zu Oma und Opa gegeben werden müssen - was ja genau eben nicht passieren sollte - weil etliche Menschen ihre Stundenkonten und Urlaubstage bereits in den anderen Lockdown- und Quarantänephasen aufgebraucht haben. Denn wie an so vielen anderen Stellen hat man leider versäumt, für Eltern in irgendeiner Form eine Lösung zu generieren. Da gibt es nicht mal Kurzarbeitergeld!
_

Ich habe das Glück, dass ich ins Homeoffice wechseln kann und mein Arbeitgeber dieses Recht für solche Fälle sogar am Jahresanfang verankert hat. Was ich mit zwei Kindern zu Hause für eine Arbeitsleistung erbringen kann, steht auf einem anderen Blatt. Ich möchte mal sehen, wie das Handwerker, Schichtarbeiter, Pflegekräfte, Einzelhändler, usw. lösen. Das ist doch wieder mal eine typisch blinde Entscheidung, die nicht durchdacht wurde.
_
Übrigens möchte ich noch mal drauf hinweisen, dass an den Schulen bisher keine Masseninfektionen oder Hotspots festgestellt wurden. Es handelt sich immer wieder um Einzelfälle und das ist bei den Infektionszahlen nun mal leider unvermeidlich.
Also ich bin Jahrgang 74 und mein Bruder der 2 Jahre älter ist als meine Wenigkeit sind im Alter von 8 bzw 10 immer alleine zu Hause gewesen da beide Elternteile Vollzeit berufstätig waren.
Beide haben wir Berufe erlernt und sind
auch heute erwerbstätig.
Homeoffice gab es seinerzeit gar nicht
außer bei privilegierten die vielleicht Selbständig waren.
Netflix und Co hießen Ferienprogramm
und trotzdem haben wir uns beschäftigt.
Essen das vorgekocht wurde hat mein Bruder nach der Schule aufgewärmt
und wir haben zusammen gegessen danach haben wir Schulaufgaben gemacht und sind dann
raus zum bolzen etc...bis die Eltern ab 17 Uhr nach Hause kamen.
Klar Kleinkinder kann man nicht alleine lassen aber ab einem gewissen Alter sollte das doch möglich sein.

Meine kleine ist 6, die Große ist 12! Die können stundenweise, aber ganz sicher nicht zwei komplette Arbeitstage alleine zu Hause bleiben. Es geht an der Stelle doch darum, dass mal wieder eine Entscheidung getroffen wurde, die Eltern in große Schwierigkeiten bringt. Das ist kein "normales" Jahr, wo man vielleicht noch was mit Stundenkonten oder Urlaub abdecken kann. Wir hatten schon eine Phase, wo die Kinder komplett zu Hause waren. Resturlaub und Stundenkonten sind Fehlanzeige bei den meisten Leuten, die ich spreche. Da helfen solche Phrasen eher wenig.

Ach ja - und die "armen" Lehrer mit ihrem "Bashing": An der Grundschule meiner Tochter sind Vertretungen nicht geregelt, weil drei ältere Lehrer als Risikogruppe nicht unterrichten dürfen (müssen). Das bedeutet, neben den verlängerten Weihnachtsferien muss man sich auch noch regelmäßig drauf einstellen, dass ggfs. der Unterricht an Tagen komplett ausfällt, weil es keine Vertretungslehrer mehr gibt. Ja, ich möchte den Job auch nicht machen, bin mir aber ziemlich sicher, dass viele Lehrer auch meinen Job nicht machen wollen würden - ebenso wenig wie den von Klempnern, Verkäufern, Maurern, Pflegern, usw. Das die heute andere Probleme haben, als in den 80ern glaube ich gern, aber das trifft auf alle anderen Berufe in der Regel auch zu.
Es kann passieren, was will: Es gibt immer einen, der es kommen sah!

Ich bin nur für das verantwortlich was ich schreibe und nicht für das, was andere verstehen.

3 119

Donnerstag, 12.11.2020, 14:51

Das unsere Lehrer nichts machen, nichts können und vor allem überhaupt nicht arbeiten kann man an guten Tagen direkt aus den Forumsbeiträgen ableiten.

Heute ist so ein guter Tag.

Wenn ich ein ruhiges Wochenende haben möchte sage ich meiner Gattin auch gerne mal am Freitagnachmittag, das bei Ihren ~50 Unterrichts-, Korrektur-, Vor- u. Nachbereitung- sowie Drumherum-Stunden je Woche echt wenig Bildung bei rumkommt.

Und das sie bitte mit den Eltern und Schülern leise telefonieren möchte. Vor allem ab 17:00 Uhr.

Hier sind Spezialisten unterwegs ... :jump: ... die glauben wirklich, von allem ne' Ahnung zu haben.

DA können jetzt aber die Lehrer nix für. Oder doch?
Von mir aus. Meinetwegen.

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3 120

Donnerstag, 12.11.2020, 16:48

Das unsere Lehrer nichts machen, nichts können und vor allem überhaupt nicht arbeiten kann man an guten Tagen direkt aus den Forumsbeiträgen ableiten.

Heute ist so ein guter Tag.

Wenn ich ein ruhiges Wochenende haben möchte sage ich meiner Gattin auch gerne mal am Freitagnachmittag, das bei Ihren ~50 Unterrichts-, Korrektur-, Vor- u. Nachbereitung- sowie Drumherum-Stunden je Woche echt wenig Bildung bei rumkommt.

Und das sie bitte mit den Eltern und Schülern leise telefonieren möchte. Vor allem ab 17:00 Uhr.

Hier sind Spezialisten unterwegs ... :jump: ... die glauben wirklich, von allem ne' Ahnung zu haben.

DA können jetzt aber die Lehrer nix für. Oder doch?

Keiner sagt, dass Lehrer nix machen und nix können! Wenn du meine Beiträge richtig liest siehst du, dass meine Kritik sich vor allem an systemischen Dingen wie fehlender Vertretung entzündet und nicht an den Lehrern an sich. Die machen ihren Job. Aber mir stinkt es gewaltig, wenn mir permanent erklärt wird, wie schwer es die Lehrer doch derzeit haben. Die Belastungen sind in nahezu allen Jobs massiv gestiegen.

Meine Frau arbeitet in der Pflege in der Leitung. Da schellt nahezu jeden Abend bis in die Puppen das Bereitschaftshandy, weil irgendwas ist, was fehlt, jemand krank ist, in KH muss oder sonst was. Bei mir selbst ist das auch nicht anders, zumindest wenn ich mein Diensthandy nicht in einem Anfall von Selbstdisziplin lautlos mache und ins Regal lege. Seit Corona schleppen wir beide dreistellige Stundenkonten mit uns herum, die immer weiter anwachsen. Regelarbeitszeiten oder Abbaupläne sind Fehlanzeige. Da kräht bei uns aber kein Hahn danach.

Gastronomen, Selbstständige, Schausteller und was weiß ich noch wer bangen um Ihre Existenz, tausende Kurzarbeiter stöhnen unter den finanziellen Belastungen, jeder 2. Arbeitgeber baut Personal ab, die Menschen im Bereich Pflege und Krankenhaus gehen am Stock, usw.

Sorry, aber das ist doch langsam lächerlich!
Es kann passieren, was will: Es gibt immer einen, der es kommen sah!

Ich bin nur für das verantwortlich was ich schreibe und nicht für das, was andere verstehen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Richie« (12.11.2020, 19:25)