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2 861

Donnerstag, 12.04.2018, 19:00

Ich habe nichts von 250.000 € geschrieben!
Ich habe als Beispiel 5 Mio genommen, die man nur einem reichen Verein weniger geben könnte. Es müsste in der Gesamtsumme natürlich mehr sein.

Du unterstellst auch pauschal allen Drittligisten, dass sie jeden Euro mehr sinnlos rausfeuern würden. Woher nimmst du diese Erkenntnis eigentlich?
Und ich habe es schon weiter oben zum Gönner geschrieben, dass ich für den Fall, dass wenn man die Drittligisten finanziell besser absichern würde, ich ebenfalls für eine strengere Kontrolle und auch härtere Bestrafung der Vereine wäre.
Ich unterstelle gar nichts, aber es ist wohl anzunehmen, dass mehr Geld in der dritten Liga auch nur dazu führt, das die Gehälter der Spieler und die Beraterhonorare steigen werden.
Mal abgesehen davon, dass die ganze Umverteilung sowieso nicht stattfinden wird und zwar nicht nur wegen Bayern oder Dortmund, denn auch Mittelklasseclubs der ersten Liga wären da ja betroffen. Und könnten nicht auch Zweitligaclubs etwas abgeben?
Es sind aber die Mittelklasse-Clubs der dritten Liga, die in die Insolvenz gehen - oder eben unerwartete Absteiger, die mit Mittelfeld kalkuliert haben. Die dritte Liga bringt den Vereinen wirtschaftlich nicht genug Geld, um dauerhaft dort mehrere Jahre im Mittelfeld der Liga zu überstehen. Dabei geht es nicht um die Frage, ob einer ins "finanzielle Risiko" geht um aufzusteigen.


Chemnitz haben jetzt 2,5 Mio Schulden das Genick gebrochen, bei Aalen waren es letztes Jahr glaube ich 3,3 und bei Jena ist von 4 Mio Schulden die Rede. Die Liga gibt es wirtschaftlich einfach nicht her, von diesen Altlasten runter zu kommen.
Klar kann man einfach sagen Kosten reduzieren, Gehälter runter. Nur ist es in dieser Liga scheinbar unmöglich gleichzeitig die Schulden abzubauen und eine konkurrenzfähige Mannschaft aufs Feld zu schicken.
Das Problem kennen wir selbst ja sogar als Zweitligist. :S
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2 862

Donnerstag, 12.04.2018, 19:05

Ja kennen wir!
Egal welche Liga, welcher Verein, Firma oder Privatperson.
Auskommen mit dem Einkommen muss man.

2 863

Donnerstag, 12.04.2018, 19:45

Ja kennen wir!
Egal welche Liga, welcher Verein, Firma oder Privatperson.
Auskommen mit dem Einkommen muss man.

Well said. :thumbsup:

Zumal das aktuellste Beispiel, Jena, zeigt, dass Risiken eingegangen werden, durch die Aufnahme von Krediten, um u.a. eine höhere Spielklasse zu erreichen.

2 864

Donnerstag, 12.04.2018, 19:45

Ich habe nichts von 250.000 € geschrieben!
Ich habe als Beispiel 5 Mio genommen, die man nur einem reichen Verein weniger geben könnte. Es müsste in der Gesamtsumme natürlich mehr sein.

Du unterstellst auch pauschal allen Drittligisten, dass sie jeden Euro mehr sinnlos rausfeuern würden. Woher nimmst du diese Erkenntnis eigentlich?
Und ich habe es schon weiter oben zum Gönner geschrieben, dass ich für den Fall, dass wenn man die Drittligisten finanziell besser absichern würde, ich ebenfalls für eine strengere Kontrolle und auch härtere Bestrafung der Vereine wäre.
Ich unterstelle gar nichts, aber es ist wohl anzunehmen, dass mehr Geld in der dritten Liga auch nur dazu führt, das die Gehälter der Spieler und die Beraterhonorare steigen werden.
Mal abgesehen davon, dass die ganze Umverteilung sowieso nicht stattfinden wird und zwar nicht nur wegen Bayern oder Dortmund, denn auch Mittelklasseclubs der ersten Liga wären da ja betroffen. Und könnten nicht auch Zweitligaclubs etwas abgeben?
Es sind aber die Mittelklasse-Clubs der dritten Liga, die in die Insolvenz gehen - oder eben unerwartete Absteiger, die mit Mittelfeld kalkuliert haben. Die dritte Liga bringt den Vereinen wirtschaftlich nicht genug Geld, um dauerhaft dort mehrere Jahre im Mittelfeld der Liga zu überstehen. Dabei geht es nicht um die Frage, ob einer ins "finanzielle Risiko" geht um aufzusteigen.


Chemnitz haben jetzt 2,5 Mio Schulden das Genick gebrochen, bei Aalen waren es letztes Jahr glaube ich 3,3 und bei Jena ist von 4 Mio Schulden die Rede. Die Liga gibt es wirtschaftlich einfach nicht her, von diesen Altlasten runter zu kommen.
Klar kann man einfach sagen Kosten reduzieren, Gehälter runter. Nur ist es in dieser Liga scheinbar unmöglich gleichzeitig die Schulden abzubauen und eine konkurrenzfähige Mannschaft aufs Feld zu schicken.
Das Problem kennen wir selbst ja sogar als Zweitligist. :S
Letztlich hilft nur eins, erst gar keine Schulden machen bzw. den Schuldenberg im Rahmen zu halten. Und egal in welcher Liga, letztlich kommt es auf die Kompetenz des Managements an.
Der HSV hat es selbst in der ersten Liga fertig gebracht die Schulden zu steigern und dann auch noch sportlich immer schlechter zu werden.
Für immer Arminia!

2 865

Donnerstag, 12.04.2018, 19:47

Ich habe nichts von 250.000 € geschrieben!
Ich habe als Beispiel 5 Mio genommen, die man nur einem reichen Verein weniger geben könnte. Es müsste in der Gesamtsumme natürlich mehr sein.

Du unterstellst auch pauschal allen Drittligisten, dass sie jeden Euro mehr sinnlos rausfeuern würden. Woher nimmst du diese Erkenntnis eigentlich?
Und ich habe es schon weiter oben zum Gönner geschrieben, dass ich für den Fall, dass wenn man die Drittligisten finanziell besser absichern würde, ich ebenfalls für eine strengere Kontrolle und auch härtere Bestrafung der Vereine wäre.
Ich unterstelle gar nichts, aber es ist wohl anzunehmen, dass mehr Geld in der dritten Liga auch nur dazu führt, das die Gehälter der Spieler und die Beraterhonorare steigen werden.
Mal abgesehen davon, dass die ganze Umverteilung sowieso nicht stattfinden wird und zwar nicht nur wegen Bayern oder Dortmund, denn auch Mittelklasseclubs der ersten Liga wären da ja betroffen. Und könnten nicht auch Zweitligaclubs etwas abgeben?
Es sind aber die Mittelklasse-Clubs der dritten Liga, die in die Insolvenz gehen - oder eben unerwartete Absteiger, die mit Mittelfeld kalkuliert haben. Die dritte Liga bringt den Vereinen wirtschaftlich nicht genug Geld, um dauerhaft dort mehrere Jahre im Mittelfeld der Liga zu überstehen. Dabei geht es nicht um die Frage, ob einer ins "finanzielle Risiko" geht um aufzusteigen.


So fällt dann auch auf, dass abgesehen von Aachen, keiner der Pleite-Clubs ein Aufstiegskandidat war. Der wiederholte Vorwurf, dass die Vereine sich zu teure Mannschaften leisten, um unbedingt hoch zu wollen, ist demnach also falsch.
Erfurt oder Chemnitz wären sicherlich schon zufrieden gewesen, wenn sie noch 10 Jahre 3.Liga gespielt hätten und dabei von ihren Schulden runter gekommen wären.

2 866

Donnerstag, 12.04.2018, 19:56

Letztlich hilft nur eins, erst gar keine Schulden machen bzw. den Schuldenberg im Rahmen zu halten. Und egal in welcher Liga, letztlich kommt es auf die Kompetenz des Managements an.Der HSV hat es selbst in der ersten Liga fertig gebracht die Schulden zu steigern und dann auch noch sportlich immer schlechter zu werden.

Gut, dann einigen wir uns darauf, dass man Vereinen mit Schulden bzw. zu hohen Schulden die Zulassung gleich verweigern sollte. Am besten lässt man ohnehin nur noch Mannschaften zu, die noch Geld mitbringen. Also noch mehr Hoffenheims, Leipzigs und Wolfsburgs. Im Falle der 3. Liga dann Klein-Hoffenheims und Co.
Das könnte dann aber auch Arminia hart treffen. Und der HSV müsste im Falle des Abstiegs natürlich Insolvenz anmelden und in der Oberliga Hamburg neu starten.
:D
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2 867

Donnerstag, 12.04.2018, 20:15



Chemnitz haben jetzt 2,5 Mio Schulden das Genick gebrochen, bei Aalen waren es letztes Jahr glaube ich 3,3 und bei Jena ist von 4 Mio Schulden die Rede. Die Liga gibt es wirtschaftlich einfach nicht her, von diesen Altlasten runter zu kommen.
Klar kann man einfach sagen Kosten reduzieren, Gehälter runter. Nur ist es in dieser Liga scheinbar unmöglich gleichzeitig die Schulden abzubauen und eine konkurrenzfähige Mannschaft aufs Feld zu schicken.
Das Problem kennen wir selbst ja sogar als Zweitligist. :S
Letztlich hilft nur eins, erst gar keine Schulden machen bzw. den Schuldenberg im Rahmen zu halten. Und egal in welcher Liga, letztlich kommt es auf die Kompetenz des Managements an.
Der HSV hat es selbst in der ersten Liga fertig gebracht die Schulden zu steigern und dann auch noch sportlich immer schlechter zu werden.
Die Frage ist doch, ob man in der dritten Liga auf Dauer eigentlich beides kann - also einen Mittelfeldplatz erhalten und dabei gleichzeitig keine Schulden aufzubauen. So wie die dritte Liga aufgebaut ist, kann das da auf längere Sicht fast gar nicht funktionieren, weil das Gefälle viel zu steil ist, während es in der Bundesliga oder der zweiten Liga relativ problemlos möglich ist, sofern man nicht völlig falsch managet. Die Absteiger aus der 2. Liga in die 3. Liga können sich dagegen oftmals gar nicht schnell
genug an die neuen, finanziellen Zwänge anpassen, wenn sie laufende
Verträge, Kredite und Verpflichtungen haben - gerade wenn der Abstieg
mal unverhofft eintritt.

Guck doch mal, welche Vereine in der 3. Liga bisher aus finanziellen Gründen entweder die Lizenz nicht bekamen oder Insolvenz anmelden mussten. Das sind ja alles keine Clubs mit Großmannssucht und es ist mit Alemania Aachen auch nur ein Club dabei, der lange Stammgast in der 2. Liga war.

- Stuttgarter Kickers
- Kickers Emden
- Rot Weiss Ahlen
- TUS Koblenz
- Alemania Aachen
- Kickers Offenbach
- VFR Aalen
- FSV Frankfurt
- TSV 1860 München
- Rot Weiss Erfurt
- Chemnizer FC
- Carl Zeiss Jena (?)

Das sind 11 (vielleicht bald 12) Vereine in 9 Jahren. Daran kann man doch schon sehen, dass etwas mit dem ganzen Konstrukt der 3. Liga nicht stimmen kann. Die finanzielle Auskleidung reicht einfach nicht aus, um in dieser Spielklasse konkurenzfähig und gleichzeitig schuldenfrei zu bleiben. Das ist ein problem, welches man dauerhaft und nachhaltig nicht allein durch besseres Management lösen kann.
Es kann passieren, was will: Es gibt immer einen, der es kommen sah!

Ich bin nur für das verantwortlich was ich schreibe und nicht für das, was andere verstehen.

2 868

Donnerstag, 12.04.2018, 20:40

Das sind ja alles keine Clubs mit Großmannssucht und es ist mit Alemania Aachen auch nur ein Club dabei, der lange Stammgast in der 2. Liga war.
Auf 1860 dürfte allerdings beides zutreffen ;)
Ansonsten gebe ich dir Recht.
Es ist einfach verdammt schwer, in der 3. Lige klarzukommen.
Da müßte einfach mehr Geld vom Verband fließen, die TV-Präsenz ist ja nun nicht so ganz klein ...
:ball: :ball: :ball: :ball: :ball: :ball: :ball: :ball: :ball: :ball: :ball: :arminia:


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2 869

Donnerstag, 12.04.2018, 21:33

Für die Konkurenzfähigkeit die mit den Einnahmen der Liga nicht in Einklang stehen sind allerdings auch die Vereine mit verantwortlich. Man ist doch schlicht deswegen genötigt so viel Geld in ein Konkurenzfähiges Team zu stecken, weil es alle anderen auch machen und zwar unabhängig davon, ob man es sich leisten kann. Die Aussage, die Liga sei nicht zu finanzieren und man müsse daher schnell raus wird daher mit zur Ursache dafür, dass die Liga nicht zu finanzieren ist. Eine selbst erfüllende Prophezeihung, weil alle versuchen mit Investitionen was zu reißen.

Wobei es durchaus stimmt, dass es auch jede Menge Optimierungsmöglichkeiten gibt, mit denen man zumindest mal soviel Dampf vom Kessel lassen könnte, dass vielleicht die Vernumft etwas Luft zum Atmen bekommt. Kaum ein Club der dritten Liga braucht wirklich ein Stadion mit 10.000 Plätzen. Die TV-Gelder könnten etwas angehoben werden (wobei dann die Regionalligisten über den großen Unterschied mauen werden). Andere Punkte wurden schon zuvor in dem Thema ausgiebig angesprochen.

Es bleibt dabei. Die Scheiflage der Clubs in Liga drei hat viele Väter. Diese sitzten sowohl bei den Verbänden als auch in den Vereinsheimen. Jeder der alleine eine dieser Seiten dafür verantwortlich macht vergisst etwas.
Arminia Bielefeld - Stadion Alm
Tradition & Identität erhalten!

2 870

Donnerstag, 12.04.2018, 22:14

Ich habe nichts von 250.000 € geschrieben!
Ich habe als Beispiel 5 Mio genommen, die man nur einem reichen Verein weniger geben könnte. Es müsste in der Gesamtsumme natürlich mehr sein.

Du unterstellst auch pauschal allen Drittligisten, dass sie jeden Euro mehr sinnlos rausfeuern würden. Woher nimmst du diese Erkenntnis eigentlich?
Und ich habe es schon weiter oben zum Gönner geschrieben, dass ich für den Fall, dass wenn man die Drittligisten finanziell besser absichern würde, ich ebenfalls für eine strengere Kontrolle und auch härtere Bestrafung der Vereine wäre.
Ich unterstelle gar nichts, aber es ist wohl anzunehmen, dass mehr Geld in der dritten Liga auch nur dazu führt, das die Gehälter der Spieler und die Beraterhonorare steigen werden.
Mal abgesehen davon, dass die ganze Umverteilung sowieso nicht stattfinden wird und zwar nicht nur wegen Bayern oder Dortmund, denn auch Mittelklasseclubs der ersten Liga wären da ja betroffen. Und könnten nicht auch Zweitligaclubs etwas abgeben?
Es sind aber die Mittelklasse-Clubs der dritten Liga, die in die Insolvenz gehen - oder eben unerwartete Absteiger, die mit Mittelfeld kalkuliert haben. Die dritte Liga bringt den Vereinen wirtschaftlich nicht genug Geld, um dauerhaft dort mehrere Jahre im Mittelfeld der Liga zu überstehen. Dabei geht es nicht um die Frage, ob einer ins "finanzielle Risiko" geht um aufzusteigen.


So fällt dann auch auf, dass abgesehen von Aachen, keiner der Pleite-Clubs ein Aufstiegskandidat war. Der wiederholte Vorwurf, dass die Vereine sich zu teure Mannschaften leisten, um unbedingt hoch zu wollen, ist demnach also falsch.
Erfurt oder Chemnitz wären sicherlich schon zufrieden gewesen, wenn sie noch 10 Jahre 3.Liga gespielt hätten und dabei von ihren Schulden runter gekommen wären.


Naja, der wiederholte allgemeine Vorwurf ist ja eher, dass einige Vereine ins finanzielle Risiko gehen, um damit einen sportlichen Vorteil zu haben, was dann wiederum die anderen "zwingt", selbiges zu tun, um den eigenen sportlichen Nachteil möglichst gering zu halten.
Insofern ist das Finanzgebahren der Aufstiegsandidaten schon ein Grund für de Schieflage vieler anderer Klubs. Nur bei denen, die dann auch oben mitspielen refinanziert der sportliche Erfolg durch höhere Einnahmen (Mehr Zuschauer/Sponsoren, evtl gar Aufstieg) zum Teil das Risiko. Bei den Klubs im Mittelfeld eben nicht, und dort häufen sich die Schulden dann über die Zeit an.
Und im übrigen ist Chemnitz zwar jetzt in Schieflage, hat sich diese Schulden aber über die letzten Jahre angehäuft, wo sie jedesmal mit einer eigentlich für sie zu teuren Mannschaft zu den Aufstiegskandidaten zählen wollten bzw gezählt haben.

2 871

Freitag, 13.04.2018, 00:36

Natürlich ensteht da eine Kettenreaktion. Aber die beginnt schon viel weiter oben.

Letztendlich muss man jeden Fall einzeln betrachten. Schon diese Verallgemeinerung ist eigentlich unsachlich. Wobei diese Menge an Clubs schon auf grundsätzliche Probleme hindeutet.

Darmstadt ist noch nicht in der 3.Liga und auch noch nicht pleite. Trotzdem ein gutes Beispiel, wie ich finde.
Die hat es innerhalb weniger Jahre von der 4. bis in die 1.Liga gespült. Und das ohne sich eine "Star-Truppe" zusammen zu kaufen. Um diesen Weg überhaupt gehen zu dürfen, mussten bzw. müssen sie in Sachen Infrastruktur ordentlich nachrüsten. Jetzt bekommen sie ihr modernes, den Richtlinien entsprechendes Stadion für knapp 30 Mio €. Davon müssen sie 10 Mio selber tragen. Wenn es also dumm läuft, dann spielen sie demnächst im neuen Stadion 3.Liga und haben diese hohen Schulden am Allerwertesten.
Hätten sie auf die Aufstiege etwa verzichten sollen? "Sorry, wir haben niemanden, der uns ein Stadion schenkt, wir verzichten."
Oder sollten sie in der 3.Liga gleich mit einer Amateur-Truppe auflaufen, weil sie jeden erdenklichen Euro in die Tilgung stecken sollen? Dann spielen sie bald wieder 4.Liga in einem tollen Stadion und werden auf Jahre trotzdem nicht schuldenfrei sein.

Wenn Vereine nicht mehr ins finanzielle Risiko gehen sollen/dürfen, dann haben wir irgendwann nur noch Plastik-Clubs im deutschen Profi-Fußball.
Das will keiner.
50+1 wäre auch nicht mehr haltbar, weil Profi-Fußball dann ohne große Investoren schlichtweg nicht mehr möglich wäre.
Das will aber auch keiner.
Ja was denn nun?

Also ich kann gerne auf dieses US-Modell, bei dem nur der bei den großen mitspielen darf, der selber Geld mitbringt und sportliche Aufstiege nicht möglich sind, gerne verzichten.
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2 872

Freitag, 13.04.2018, 07:56

Richtig, man muss jeden Fall einzeln betrachten. So geraten Vereine, die langjährig in der 2. Liga gespielt haben, bei längerem Verbleib in der 3. Liga eher dadurch in Schieflage, dass sie ihre Kostenstruktur nicht schnell genug reduzieren können. Auf der anderen Seite sind die Vereine, die nie höher als 3. Liga gespielt haben und damit nicht die Kosten einer zweitligatauglichen Infrastruktur an der Backe haben. Bei denen sind es eher die zu geringen Einnahmen, die den "von den Konkurrenten erzwungenen erhöhten Mannschaftsetat" nicht decken können.
Nichtsdestotrotz ist es dennoch passend, bei der Vielzahl an Vereinen in Schieflage und der sich daraus ergebenden Diskussion um die allgemeine Finanzlage der 3. Liga und ihrer Vereine, Gemeinsamkeiten zwischen diesen Vereinen und ihren Problemen zu suchen und diese als Basis für die Strukturprobleme der 3 Liga zu nehmen.

2 873

Freitag, 13.04.2018, 09:52

Der DFB müsste einfach diese Milchmädchenrechnungen bei der Lizensierung nicht mehr zulassen, dann wäre es kein Ding diese Insolvenzgeschichten zu vermeiden. Einfach Einnahmen = Ausgaben. Ansonsten ist es jedes Jahr das gleiche Spielchen, jeder streckt die Kohle so gut es geht um kadertechnisch die Nase vorne zu haben im Aufstiegsrennen. Haben wir unter Meier nicht anders gemacht, ohne die 2,5 Mio. im Pokal dank Halbfinale hätten wir in dem Jahr auch keine schwarze Null geschrieben. Und Paderborn macht diese Saison glatte 3,5 Mio. Miese trotz Pokalviertelfinale - das ist noch krasser. Gut deren Pokaleinnahmen waren geringer aufgrund ihrer Wellblechhütte, aber trotzdem ist es immer das gleiche. Hohes Risiko, oft wird es belohnt, aber oft genug geht es auch daneben und dann stürzt man ab. Muss man nur nach Telgte West schauen, die haben von 2011 bis ~ 2016 richtig reingebuttert dank dem Tuja Heini, aber lediglich ein 4. Platz kam bei rum ( oh, wie schade ;) ) und dann waren sie so blank dass sie sich dem Seinsch und seinen Metzelderschergen an die Brust geworfen haben. Sonst wäre es dort auch eng geworden.

2 874

Samstag, 21.04.2018, 15:00

So wie PB und MD in den letzten Wochen die Liga zusammengeschossen haben, könnten die in nächster Saison echt ein Faktor in der 2. Liga werden. Mich würde es gar nicht mal wundern, wenn die sich ähnlich gut schlagen wie zur Zeit Kiel und Regensburg. Auch wenns ich in Bezug auf PB nicht gern sage...
"Was da im Internet zwischen 22 Uhr und halb eins von Halbakademikern betrieben wird, ist unsäglich und desaströs. Denen sollte man ein Kicker-Managerspiel schenken, aber aus dem Profifußball sollten sie sich raushalten. Davon haben sie keine Ahnung." (Heribert Bruchhagen)

2 875

Samstag, 21.04.2018, 15:05

Wobei ich da eher auf Magdeburg achten würde, denn der FCM ist über Jahre gewachsen, das wirkt stabil. Bei PB geht mir das zu schnell, da ist die Frage offen, wie nachhaltig das Ganze ist? Es kann sich auch um ein onehitwonder handeln und nächste Saison herrscht dort wieder Katzenjammer.

2 876

Samstag, 21.04.2018, 15:34

Aus dem kicker-Ticker:
Was war das? Coppens schlägt den Ball aus dem eigenen Strafraum mit links weit nach vorne in die gegnerische Hälfte. Vor dem Strafraum springt die Kugel auf - und dann über den verdutzten Oelschlägel hinweg ins Tor! Ein Torwart-Treffer aus geschätzt 90 Metern - Wahnsinn! Und für Oelschlägel der Alptraum.

:respekt:
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2 877

Samstag, 21.04.2018, 15:54

In Magdeburg steigt heute eine richtig fette Party. Endlich haben sie es geschafft.
Auch wenn Teile der großen FCM-Anhängerschaft nicht gerade pflegeleicht sind, so freut es mich für diesen Club. Eine echte Bereicherung für die 2.Liga. :thumbup:
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2 878

Samstag, 21.04.2018, 16:52

Magdeburg hat es ja jetzt mehrere Jahre probiert und so ein Club ist natürlich in der zweiten Liga nicht verkehrt.
Für die Paderborner freut es mich aber auch, die haben ja unter Baumgart wirklich alles richtig gemacht und die Konkurrenz tatsächlich weggeballert.
Für immer Arminia!

Beiträge: 6 937

Dabei seit: 30.01.2004

Wohnort: ---Exil Berliner---

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2 879

Samstag, 21.04.2018, 16:53

:D
»Schmitty1969« hat folgendes Bild angehängt:
  • 31059488_1635412629845453_8618071923483475968_n.jpg
-Das Schweinebusiness am Ende der Nahrungskette-

2 880

Samstag, 21.04.2018, 18:16

Glückwunsch nach Paderborn und Magdeburg.
Beide haben sich den Aufstieg redlich verdient und werden die 2. Liga bereichern.
Für uns heißt dass zweimal volle Hütte, dann noch Köln und Hamburg, das muß Zuschauerrekord geben ...
:ball: :ball: :ball: :ball: :ball: :ball: :ball: :ball: :ball: :ball: :ball: :arminia:


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