Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: DSC4ever.de - Die Seite rund um den DSC Arminia Bielefeld. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Beiträge: 11 422

Dabei seit: 18.12.2002

Wohnort: Bielefeld

  • Nachricht senden

4 701

Sonntag, 27.10.2013, 13:15

Zitat

Original von SWB Zecke
Ich wusste gar nicht, dass das hier ein Bayernfanforum ist! Alles so toll da bei den Roten und dieser Supertrainer erst! Außerirdisch gut! Und wie toll die da mit dem Geld umgehen! Wahnsinn! Das Maß aller Dinge!

:kotzen:


Die bayern nicht zu mögen heisst ja nicht, dass man geleistetes nicht anerkennen darf. Zumindest für mich nicht. Aber das ist hier ja seit jeher problematisch :rolleyes:.
Es kann passieren, was will: Es gibt immer einen, der es kommen sah!

Ich bin nur für das verantwortlich was ich schreibe und nicht für das, was andere verstehen.

Beiträge: 5 078

Dabei seit: 28.01.2006

Wohnort: Köln

Beruf: Student

  • Nachricht senden

4 702

Sonntag, 27.10.2013, 13:19

Zumal man aktuell wohl in einer Situation ist, die ich so als Fußballfan noch nicht erlebt habe. Bayern und Dortmund sind aktuell die besten und fortschrittlichsten Mannschaft Europas. Quasi der Benchmark in der Fußballwelt.

Ähnlich begeistert habe ich mich auch seit jeher über Barca oder Spanien geäußert, als sie das Maß aller Dinge waren.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Andreas2909« (27.10.2013, 13:19)


4 703

Sonntag, 27.10.2013, 13:36

Anerkennung ok, aber das war schon mehr in meinen Augen. So toll ist das nicht. Man könnte eher sagen, dass das alles zu erwarten war. Die Bayern schwimmen im Geld, ja, weil Adidas, Telekom und Allianz und noch viele andere Firmen das Geld dort hintragen. Im Grunde wissen die Bayern ja gar nicht mehr wohin mit dem ganzen Geld. Früher hatten die 15 Nationalspieler im Kader, jetzt besteht der ganze Kader aus solchen. Da braucht man Pep gar nicht in den Himmel loben, egal wen er einwechselt, derjenige wird besser sein als 90% seiner Gegner auf dem Platz. Nirgendwo ist es einfacher Trainer zu sein, als bei den Bayern.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »SWB Zecke« (27.10.2013, 13:37)


4 704

Sonntag, 27.10.2013, 13:42

Stimme ich mal zu, mit dem Kader ist es auch relativ einfach. Da könnte er sich sogar leisten Robben zu rasieren, wenn der weiter rumzickt.

Spieltag in Kürze:

Dortmunder Vollpfosten im Block.
Hoppenheim hat schon vor dem Urteil bzgl. des Phantomtors davon profitiert.
Deutschlands "bester" IV hat mal wieder "zugegschlagen". (Mit Boateng werden niemals Weltmeister!)
Die ersten 3 Plätze scheinen jetzt schon festzustehen.
Mathias Hain: "Wir standen zwei Mal im Pokal-Halbfinale und waren fünf Jahre in der ersten Liga. Da darf man doch jetzt nicht so schlecht dastehen"

Beiträge: 11 422

Dabei seit: 18.12.2002

Wohnort: Bielefeld

  • Nachricht senden

4 705

Sonntag, 27.10.2013, 13:46

Zitat

Original von SWB Zecke
Anerkennung ok, aber das war schon mehr in meinen Augen. So toll ist das nicht. Man könnte eher sagen, dass das alles zu erwarten war. Die Bayern schwimmen im Geld, ja, weil Adidas, Telekom und Allianz und noch viele andere Firmen das Geld dort hintragen. Im Grunde wissen die Bayern ja gar nicht mehr wohin mit dem ganzen Geld. Früher hatten die 15 Nationalspieler im Kader, jetzt besteht der ganze Kader aus solchen. Da braucht man Pep gar nicht in den Himmel loben, egal wen er einwechselt, derjenige wird besser sein als 90% seiner Gegner auf dem Platz. Nirgendwo ist es einfacher Trainer zu sein, als bei den Bayern.


Das ist alles richtig und ich mag die Bayern auch nicht, aber Fakt ist auch, dass die sich seit 20 Jahren genau da erarbeitet haben. Denen rennen die großen Firmen die Bude ein, WEIL sie seit zig Jahren in Deutschland das Maß aller Dinge sind. Nun, bedingt durch die letzten Dortmunder Höhenflüge, haben sie aber NOCH MAL eine Schippe drauf gelegt und sich nicht nur personell, sondern auch spielerisch weiter entwickelt. Das finde ich absolut anerkennenswert.

Das ändert aber nichts daran, dass ich hoffe, entweder Leverkusen oder Dortmund werden Meister. Schon weil ich die französische Gurkennase und den holländischen Unsympathen nicht wieder auf einem Treppchen sehen will!
Es kann passieren, was will: Es gibt immer einen, der es kommen sah!

Ich bin nur für das verantwortlich was ich schreibe und nicht für das, was andere verstehen.

Beiträge: 5 078

Dabei seit: 28.01.2006

Wohnort: Köln

Beruf: Student

  • Nachricht senden

4 706

Sonntag, 27.10.2013, 13:56

Zitat

Original von SWB Zecke
Anerkennung ok, aber das war schon mehr in meinen Augen. So toll ist das nicht. Man könnte eher sagen, dass das alles zu erwarten war. Die Bayern schwimmen im Geld, ja, weil Adidas, Telekom und Allianz und noch viele andere Firmen das Geld dort hintragen. Im Grunde wissen die Bayern ja gar nicht mehr wohin mit dem ganzen Geld. Früher hatten die 15 Nationalspieler im Kader, jetzt besteht der ganze Kader aus solchen. Da braucht man Pep gar nicht in den Himmel loben, egal wen er einwechselt, derjenige wird besser sein als 90% seiner Gegner auf dem Platz. Nirgendwo ist es einfacher Trainer zu sein, als bei den Bayern.


Entscheidend war in beiden Spielen nicht nur das Spielermaterial, sondern vor allem die veränderte Raumaufteilung. Und das innerhalb von wenigen Minuten. Mainz hatte Bayern völlig im Griff, indem sie Kontrolle im Zentrum hatten und die Überzahlsituationen der Bayern verhindern konnten. Guardiola hat dann umgestellt und das Spiel viel breiter gemacht. War man in HZ 1 noch ohne nennenswerte Torabschlüsse, hat man Mainz so völlig überrascht und innerhalb von 7 Minuten das Spiel gedreht.

Und das Argument mit dem Geld ist natürlich nur die halbe Wahrheit. Bayern hat seit 30 Jahren mehr Geld als alle anderen Vereine in der Liga, trotzdem waren sie selten so dominant wie aktuell. Und auch international hinkt der Vergleich, denn Chelsea, Real Man City, ManU - das sind alles Vereine, die noch mehr Geld hatten als Bayern jetzt, dennoch ist es ihnen nie gelungen, eine Mannschaft von dieser Qualität aufzustellen und ein Spielsystem zu entwickeln, das vielleicht das Maß der Dinge ist.

Das geht bei mir sicherlich über Anerkennung hinaus. Ich finde es schlicht faszinierend zu beobachten, was Guardiola aus so unglaublichem Spielermaterial herausholt. Wenn ich das mit der Nationalelf vergleiche, wo selbst nach Jahren unter dem gleichen Trainer einfachste Abstimmungen und Staffelungen im Mittelfeld nicht passen, ist das ein krasser Qualitätsunterschied. Und zwar in der Mannschaftsführung.

4 707

Sonntag, 27.10.2013, 14:10

Sorry, aber Jogi ist da kein Maßstab. Die Prinzessin Bundestrainer ist da sehr eigen. Deshalb auch die vielen Probleme dort.

Man könnte ja auch mal umgekehrt fragen. Warum konnte Guardiola die Taktik der Gästetrainer von Mainz und Hertha nicht vorhersehen und schon von Anfang an so aufstellen wie er es mit den Umstellungen im Spiel dann korregierte? Heynckes hatte ein Jahr zuvor keinen Götze und hat das souveräner geschaukelt. Dieser Hype um den Trainer ist für mich unverständlich.

Und was das finanzielle Saubermanimage des FCB angeht bin ich auch skeptisch. Der Stern hat ja zweifach von einem fetten Schweizer Nummernkonto berichtet. Komischerweise interessiert das keinen Staatsanwalt in München. Stattdessen eiert man ein bisschen mit dem Wurstuli rum, aber erst als es nicht mehr zu vermeiden war und wen würde es noch wundern, wenn jener nen Freispruch zweiter Klasse bekommen würde. Durch die Kirch-Insolvenz wurde bewiesen, dass die Bayern die Solidargemeinschaft der Bundesliga Anfang des Jahrtausends verlassen haben und sich ihre Zustimmung zum TV Vertrag teuer von Leo bezahlen ließen. Geld was dann bei den anderen Vereinen (auch Arminia) nie ankam und Bayern stattdessen sich bei den Schwächeren bedienen konnten. Da würde es mich nicht wundern, wenn jetzt mit Sky die gleiche Geschichte laufen würde: Z. B. Offizieller Topf 400 Mio., Extratopf Bayern 100 Mio., Laufzeit 4 Jahre - wären also jedes Jahr 25 Mio extra - da könnte man dann auch mal nen Götze holen und Dortmund ans Bein pissen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »SWB Zecke« (27.10.2013, 14:14)


4 708

Sonntag, 27.10.2013, 14:14

Zitat

Original von LeckerKnoppers
Spieltag in Kürze:

Dortmunder Vollpfosten im Block.
Hoppenheim hat schon vor dem Urteil bzgl. des Phantomtors davon profitiert.
Deutschlands "bester" IV hat mal wieder "zugegschlagen". (Mit Boateng werden niemals Weltmeister!)
Die ersten 3 Plätze scheinen jetzt schon festzustehen.


Spielst du bei Hoffenheim auf die Schirileistung von gestern an? Also großartige Fehlentscheidungen konnte ich da nicht entdecken. Hannover ist da wohl eher an sich selbst als am Schiri gescheitert.

Und wenn wir mit Boateng kein Weltmeister werden, dann werden wir es ohne ihn aber auch nicht. Oder soll der unschlagbare Hummels alleine in der Innenverteidigung spielen? :lol:

Und die Diskussion hier über die Bayern ist ja wirklich witzig. Man muss ja kein Fan der Bayern sein, aber ohne diese Mannschaft wäre die Bundesliga nur halb so interessant und die Stadien der anderen Clubs wären nur halb so voll.
Für immer Arminia!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Exteraner« (27.10.2013, 14:21)


Beiträge: 5 078

Dabei seit: 28.01.2006

Wohnort: Köln

Beruf: Student

  • Nachricht senden

4 709

Sonntag, 27.10.2013, 14:17

Zitat

Original von SWB Zecke
Man könnte ja auch mal umgekehrt fragen. Warum konnte Guardiola die Taktik der Gästetrainer von Mainz und Hertha nicht vorhersehen und schon von Anfang an so aufstellen wie er es mit den Umstellungen im Spiel dann korregierte? Heynckes hatte ein Jahr zuvor keinen Götze und hat das souveräner geschaukelt. Dieser Hype um den Trainer ist für mich unverständlich.


Die Frage ist leicht zu beantworten: Guardiola ist Fußballtrainer und kein Hellseher. :lol:

Mainz hat mit 5er Kette gespielt. Haben sie vorher so nicht praktiziert. Entscheidend ist, dass er reagiert hat (was ihm zugegebenermaßen vor allem auch durch den Kader möglich ist).

Und dass Berlin so hoch stehen wird, war ebenfalls nicht zu erwarten. 90% der Mannschaften mauern sich hinten ein. Dort wurde bereits nach 25 Minuten umgestellt.

Und zu Heynckes muss man sagen, dass er eben 1,5 Jahre gehabt hat mit der Mannschaft, bis sie richtig rund lief. Guardiola ist 3-4 Monate da. Und die Umstellungen von Heynckes waren nicht so gravierend wie die Guardiolas. Um die Arbeit von Guardiola zu bewerten, muss man sicherlich 1-2 Jahre warten. Könnte aber sein, dass sich schon im Mai alle Fragen und Zweifel von allein erledigt haben.

4 710

Sonntag, 27.10.2013, 14:20

Guardiola hat in allen drei Wettbewerben noch kein Spiel verloren, also hat er deutlich mehr richtig als falsch gemacht. Und wer glaubt, dass die Bayern jedes Spiel hochüberlegen mit 5:0 gewinnen, der hat von Fußball wohl eher wenig Ahnung.
Für immer Arminia!

Beiträge: 6 172

Dabei seit: 30.01.2004

Wohnort: ---Exil Berliner---

  • Nachricht senden

4 711

Sonntag, 27.10.2013, 16:36

Ach du lieber Himmel...der Freiburger Torwart hat nicht seinen besten Tag!

0:3...dritte Vollgurke! :nein:
-Das Schweinebusiness am Ende der Nahrungskette-

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Schmitty1969« (27.10.2013, 16:51)


Beiträge: 5 078

Dabei seit: 28.01.2006

Wohnort: Köln

Beruf: Student

  • Nachricht senden

4 712

Sonntag, 27.10.2013, 23:06

Haha, gerade die Bilder in den Tagesthemen gesehen. Das ist ja unglaublich. Gab es überhaupt schon mal drei so krasse Torwartfehler in einem Spiel?? Da ist ja ein Bock schlimmer als der andere. :lol:

Schön aber, dass die Fans ihn nach dem Spiel trotzdem unterstützt haben.

coppi.reit

unregistriert

4 713

Montag, 28.10.2013, 03:43

Ich kann diesen Guardiola-Hype auch nicht verstehen, "bester Trainer der Welt" usw.
Der hatte zuvor nur Barcelona trainiert und die haben bekanntlich ja nicht die schlechtesten Voraussetzungen dort, das Gleiche jetzt bei den Bayern.

Wesentlich bemerkenswerter finde ich da z.B. einen Jos Luhukay.
Der hat bei all seinen bisherigen Stationen (Paderborn, Gladbach, Augsburg oder jetzt Hertha) immer sehr gute Arbeit geleistet.
Nur in Gladbach hatte ihn zum Schluss das Glück verlassen.
Ich denke, dass es schwieriger ist, aus wenig viel zu machen, als aus viel noch etwas mehr.
Wenn Luhukay mit Hertha am Ende Platz sechs schaffen würde, wäre das für mich daher auch die weitaus größere Leistung, als wenn Guardiola mit Bayern zwei oder drei Titel holen würde.

So manch einer mag sich ja an der Spielweise und der Überlegenheit von Dortmund und Bayern berauschen, für die Liga ist dies auf Dauer nicht gut.
Wenn nach gerade mal 10 Spieltagen zwischen Platz drei und vier bereits neun Punkte liegen, ist dies eine schlechte Entwicklung.
Und so beachtlich die bisherige Bilanz von Leverkusen auch ist, denen wird irgendwann die Luft ausgehen.

Wir haben jetzt bereits spanische Verhältnisse.
Die beiden da oben werden, sofern nichts Außergewöhnliches passiert, den Titel in den nächsten Jahren unter sich aus machen.
Mit Abstand folgen dann Schalke und Leverkusen und mit weiterem Abstand kommt dann der Rest.
Finanziell wird die Kluft zwischen Dortmund/Bayern und Leverkusen/Schalke sowie zu den restlichen Mannschaften immer größer werden.
Die Liga wird immer einseitiger und langweiliger.
Mich interessiert das da oben schon längst nicht mehr.
Ich werde daher auch weiterhin nicht meine Zeit damit verschwenden, mir Spiele von Mannschaften anzuschauen, die ich nicht leiden kann.
Egal wie schön oder toll die auch spielen mögen.

Und eine Anerkennung wird es für die Bayern von mir auch nie geben.
Ein Club, zu dessen Transferpolitik es u.a. schon seit vielen Jahren gehört, Spieler zu verpflichten, für die er gar keine Verwendung hat, nur um die Konkurrenz zu schwächen bzw. um zu verhindern, dass sie zu dieser wechseln.
Manche mögen dies für clever halten, für mich ist das einfach nur asozial.
Das ist aber nur einer von vielen Gründen, warum ich diesen Verein nicht ausstehen kann.
:kotzen:

Ich bin nur mal sehr gespannt, ob diejenigen, die das alles so richtig finden, das immer noch so sehen werden, wenn Arminia irgendwann mal wieder in der 1.Liga spielt und wir dann froh sein dürfen, wenn wir gegen diese ach-so-tollen-Mannschaften nicht jedesmal die Kiste vollbekommen werden.
Von Siegen gegen solche Übermannschaften braucht man gar nicht mehr zu träumen.
Wettbewerb ist für mich etwas anderes. :rolleyes:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »coppi.reit« (28.10.2013, 03:50)


4 714

Montag, 28.10.2013, 04:37

Zitat

Original von Andreas2909
Haha, gerade die Bilder in den Tagesthemen gesehen. Das ist ja unglaublich. Gab es überhaupt schon mal drei so krasse Torwartfehler in einem Spiel?? Da ist ja ein Bock schlimmer als der andere. :lol:

Schön aber, dass die Fans ihn nach dem Spiel trotzdem unterstützt haben.


In den 70er Jahren hätte ich mich gefragt, ob da der Mann mit dem Geldkoffer unterwegs war... Aber beachtliche Reaktion der Fans, das ist wahr!
Armine zu sein heißt immer wieder aufzustehen.

Beiträge: 5 078

Dabei seit: 28.01.2006

Wohnort: Köln

Beruf: Student

  • Nachricht senden

4 715

Montag, 28.10.2013, 10:39

Zitat

Original von coppi.reit
Ich kann diesen Guardiola-Hype auch nicht verstehen, "bester Trainer der Welt" usw.
Der hatte zuvor nur Barcelona trainiert und die haben bekanntlich ja nicht die schlechtesten Voraussetzungen dort, das Gleiche jetzt bei den Bayern.

Wesentlich bemerkenswerter finde ich da z.B. einen Jos Luhukay.
Der hat bei all seinen bisherigen Stationen (Paderborn, Gladbach, Augsburg oder jetzt Hertha) immer sehr gute Arbeit geleistet.
Nur in Gladbach hatte ihn zum Schluss das Glück verlassen.
Ich denke, dass es schwieriger ist, aus wenig viel zu machen, als aus viel noch etwas mehr.
Wenn Luhukay mit Hertha am Ende Platz sechs schaffen würde, wäre das für mich daher auch die weitaus größere Leistung, als wenn Guardiola mit Bayern zwei oder drei Titel holen würde.


Jos Luhukay hat einen anderen Job mit anderen Herausforderungen. Ich möchte ihn auch gar nicht schlecht reden, das ist ein hervorragender Trainer. Aber Jos Luhukays gibt es einige.

Es wäre interessant zu sehen, ob ein Trainer wie Luhukay auch Erfolg in München haben kann. Es gab schon viele große Trainer, die erfolgreich in vielen Vereinen und Verbänden gearbeitet haben, die aber bei Bayern aus welchen Gründen auch immer gescheitert sind, z.B. Otto Rehhagel. Der war mir Werder wahnsinnig erfolgreich, mit Lautern ebenfalls und auch mit der Nationalmannschaft. Die Liste bei anderen großen Vereinen ist noch viel länger. Die Anforderungen an einen Trainer bei einem Weltclub sind einfach andere und von daher ist ein Vergleich auch eigentlich Käse.

Und die Begeisterung über Guardiola rührt ja nicht nur von seinen gesammelten Titeln, sondern vor allem auch über die Art und Weise, wie Barca diese Titel errungen hat.

Trainer, die mit ihrer Art zu spielen neue taktische Elemente in das Spiel bringen, sind dagegen viel seltener. Mir fallen da auf Anhieb erst mal nur Lobanowski und Sacchi ein. Guardiola selbst hat ja keine neue Spielweise erfunden, er kombiniert nur neu bzw. hat das System verfeinert. DAS ist der Verdienst von Guardiola. Eine Mannschaft, die seinen Gegner so sehr beherrscht wie Barca in Hochform, habe ich jedenfalls zuvor noch nie gesehen. Das mag dann allenfalls in den 70ern vorgekommen sein und auch dort ist es schwer, einen Vergleich zu ziehen.

4 716

Montag, 28.10.2013, 15:47

Zitat

Original von coppi.reit
Ich bin nur mal sehr gespannt, ob diejenigen, die das alles so richtig finden, das immer noch so sehen werden, wenn Arminia irgendwann mal wieder in der 1.Liga spielt und wir dann froh sein dürfen, wenn wir gegen diese ach-so-tollen-Mannschaften nicht jedesmal die Kiste vollbekommen werden.
Von Siegen gegen solche Übermannschaften braucht man gar nicht mehr zu träumen.
Wettbewerb ist für mich etwas anderes. :rolleyes:


Freiburg, ein Team das finanziell im unteren Drittel rangiert, hat den Bayern ein 1:1 abgetrotzt. Und Hertha war Samstag auch nahe an einem Punktgewinn.
Und glaubst du denn, dass sich der Wettbewerb verschieben würde, wenn die Bayern 50 Millionen abgeben und die anderen Clubs sich dieses Geld aufteilen?
Für immer Arminia!

Beiträge: 5 078

Dabei seit: 28.01.2006

Wohnort: Köln

Beruf: Student

  • Nachricht senden

4 717

Montag, 28.10.2013, 15:54

Zitat

Original von Exteraner
Freiburg, ein Team das finanziell im unteren Drittel rangiert, hat den Bayern ein 1:1 abgetrotzt. Und Hertha war Samstag auch nahe an einem Punktgewinn.
Und glaubst du denn, dass sich der Wettbewerb verschieben würde, wenn die Bayern 50 Millionen abgeben und die anderen Clubs sich dieses Geld aufteilen?


Ich verstehe die Kritik schon und die Zahlen zeigen ja auch, dass die Schere noch weiter auseinander geht. Ich bin auch der Meinung, dass etwas geändert werden muss. Sowohl am TV-Schlüssel national wie auch der Verteilung der Gelder zur EL. Das muss einfach ausbalancierter werden, auch wenn die CL 90% der Einnahmen im Vergleich zur EL einfährt. Der Schlüssel muss dort angepasst werden, so dass die Differenz nicht mehr ganz so groß ist. Und ein Teil der CL Einnahmen sollte auch verteilt werden auf die Bundesliga-Vereine. Insgesamt müssen die Ligen ausgeglichener finanziert werden.

Das Problem bei der Sache ist allerdings, dass das ein Thema ist, das international gelöst werden muss. National allein kann da auch die Bundesliga nichts bewegen.

Ich glaube aber nicht, dass das mittelfristig passieren wird, dafür spielen im internationalen Fußball einfach zu sehr finanzielle Interessen eine Rolle. Nicht nur auf Verbandsebene, auch auf Vereinsebene. Viele Vereine werden mittlerweile von Investoren geführt, die werden ihren einfluss geltend machen. Eigentlich sind das keine rosigen Aussichten für den Fußball. :(

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Andreas2909« (28.10.2013, 15:55)


4 718

Montag, 28.10.2013, 17:31

Aber wenn die finanzschwächeren Vereine der Bundesliga von der CL profitieren würden, dann würde die Schere zwischen erster und zweiter Liga weiter auseinander gehen. Oder soll die zweite Liga dann auch mehr Geld bekommen? Für mich klingt das nach Umverteilung, die am Ende keinen wirklichen Nutzen bringt.

Und abgeben müssten dann ja auch nicht nur die Bayern, sondern auch Vereine wie Dortmund, Leverkusen und Schalke. Das ist doch wohl ziemlich utopisch, vor allem wenn die Konkurrenz aus Wolfsburg mal eben von VW locker zig Millionen für Verstärkungen bekommt. Und im Gegensatz zu Ländern wie Spanien gehts doch in der Bundesliga noch richtig solidarisch zu. England ist sowieso ein Sonderfall mit den ganzen Scheichs und Investoren.

Rummenigge hat sich letztens in einem Interview im Kicker die Frage gestellt, ob denn ein Bruchhagen auch was von seinen Einnahmen aus der Europa-League abgeben würde.
Für immer Arminia!

Beiträge: 5 078

Dabei seit: 28.01.2006

Wohnort: Köln

Beruf: Student

  • Nachricht senden

4 719

Montag, 28.10.2013, 19:47

Ja, die Verteilung der TV-Gelder müsste dann komplett neu organisiert werden. Das schlösse die Ligen 1-3 ein. Ich würde die Verteilung der CL-Einnahmen schon direkt umgestalten. Die Einnahmen der CL würden nicht mehr ausschließlich an die Vereine gehen, sondern meinetwegen nur noch zu einem bestimmten Teil, z.B. zu 60%. Diese Zahl ist völlig fiktiv. Die restlichen 40% gingen an die teilnehmenden Verbände, aufgeteilt nach Anzahl der Teilnehmer oder was weiß ich was für ein möglichst objektives Kriterium. Die Verbände wiederum splitten das Geld auf, wie sie es für richtig halten und könnten so die Einnahmen über alle Ligen und Vereine etwas gleichmäßiger aufteilen.

Natürlich ist das Umverteilung. Und sie bringt auch einen Nutzen: Die Gelder wären gleichmäßiger verteilt. Die Einnahmen in der CL und vor allem auch die Einnahmen der teilnehmenden Vereine durch höheres Sponsoring sind regelrecht explodiert in den letzten Jahren. Auf Dauer wird es so keinen funktionierenden Wettbewerb mehr geben in den Ligen.

Ansonsten fallen mir wenig Alternativen ein. Vielleicht eine Gehaltsobergrenze, wie sie im US Sport praktiziert wird. Und ich rede jetzt nicht von einer absurden Grenze von 15 Mio. €, sondern meinetwegen eine Grenze von 4-5 Mio. €. Somit könnte ein Verein wie Schalke finanziell mit den Angeboten aus Bayern mithalten. Die Kostenstruktur insgesamt wäre dann begrenzt. Die Vereine wären auch nicht mehr dazu genötigt, auf Teufel komm raus neue Ertragsquellen zu generieren und absurde Trainingslager und Reisen in den nahen Osten zu unternehmen. Die Spitze würde so jedenfalls enger zusammenrücken. Und auch mittelgroße Vereine wie Frankfurt oder Hamburg wären finanziell nicht mehr sooo weit weg.

coppi.reit

unregistriert

4 720

Dienstag, 29.10.2013, 04:34

Zitat

Original von Exteraner
Freiburg, ein Team das finanziell im unteren Drittel rangiert, hat den Bayern ein 1:1 abgetrotzt. Und Hertha war Samstag auch nahe an einem Punktgewinn.
Und glaubst du denn, dass sich der Wettbewerb verschieben würde, wenn die Bayern 50 Millionen abgeben und die anderen Clubs sich dieses Geld aufteilen?


Diese Ergebnisse werden aber immer seltener.
Und das man Hertha und ihr Spiel am Samstag schon hervorhebt, weil sie so gut mitgehalten haben, ist doch ein weiterer Beleg für meine Aussage.
Jetzt werden Vereine schon gelobt, weil sie "nur" knapp gegen Bayern verloren haben- schöne Aussichten sind das. :rolleyes:

Die hohen Ergebnisse werden zunehmen.
In der CL ist diese Entwicklung auch längst zu beobachten.
Fußball hat für mich natürlich mit Qualität, aber eben auch sehr viel mit Spannung zu tun.
Sowohl im Spiel, als auch in der Tabelle.
Ich schaue mir lieber ein 3-2 als ein 5-0 an.
Auch wenn die Qualität des Spiels und/oder der Mannschaften dann etwas schwächer sein mag.


Zitat

Original von Andreas2909
Jos Luhukay hat einen anderen Job mit anderen Herausforderungen. Ich möchte ihn auch gar nicht schlecht reden, das ist ein hervorragender Trainer. Aber Jos Luhukays gibt es einige.

Es wäre interessant zu sehen, ob ein Trainer wie Luhukay auch Erfolg in München haben kann. Es gab schon viele große Trainer, die erfolgreich in vielen Vereinen und Verbänden gearbeitet haben, die aber bei Bayern aus welchen Gründen auch immer gescheitert sind, z.B. Otto Rehhagel. Der war mir Werder wahnsinnig erfolgreich, mit Lautern ebenfalls und auch mit der Nationalmannschaft. Die Liste bei anderen großen Vereinen ist noch viel länger. Die Anforderungen an einen Trainer bei einem Weltclub sind einfach andere und von daher ist ein Vergleich auch eigentlich Käse.

Und die Begeisterung über Guardiola rührt ja nicht nur von seinen gesammelten Titeln, sondern vor allem auch über die Art und Weise, wie Barca diese Titel errungen hat.

...


Ich hatte nicht die Absicht, Luhukay und Guardiola miteinander zu vergleichen.
Ich habe Luhukay lediglich als ein Beispiel dafür genannt, dass auch andere Trainer einen richtig guten Job machen, dies aber deutlich weniger Beachtung findet, wenn es halt kein Topclub ist.

Ich fände es interessant, ob ein Guardiola es schaffen würde, z.B. mit einem Club wie dem HSV Erfolg zu haben, ohne dabei von Titeln zu reden.

Und den "Ritterschlag" bekommt ein Trainer von mir erst, wenn er es schafft, mit mehreren Clubs erfolgreich zu sein und es sich dabei nicht nur um Vereine handelt, bei denen er ideale Bedingungen vorfindet.


Was die Geldverteilung angeht, da gäbe es sicher mehrere Modelle.
Die kleinen Vereine haben nämlich auch ihren Anteil am Erfolg der großen.
Und das beschränkt sich auch nicht auf die 1.Liga.
Es gibt bei den Ablösesummen ja auch so etwas wie einen "Solidaritätsschlüssel".
So hat z.B. RW Essen an den Özil-Transfers 2010 und 2013 eine gute Mio Euro kassiert.
Nur reicht das nicht aus.

Bedenklich finde ich, dass sich das ganz große Geld und damit zwangsläufig die Qualität auf dem Rasen auf nur zwei Clubs beschränkt.
Wären es drei oder vier, wäre das mMn schon wieder etwas anderes.
Nur sehe ich derzeit weit und breit keinen Club, der in den nächsten Jahren aufschließen könnte.
Leverkusen besitzt einfach nicht das Potenzial.
Am ehesten noch Schalke.
Nur die ständige Unruhe in diesem Club wird das verhindern.

Ohne jetzt das Beispiel Spanien überstrapazieren zu wollen, aber Real und Barca dominieren die Liga dort ja auch nicht erst seit 15 Jahren.
Nur früher ist es Vereinen wie Atletico und Valencia zwischendurch immer wieder mal gelungen, die beiden Großen zu ärgern.
Und bei uns wird es mMn solche "Überraschungsmeister" wie Bremen, Stuttgart, Lautern oder auch Wolfsburg in den nächsten Jahren ebenfalls nicht mehr geben.
Vereine, die früher zwar auch schon weniger Geld und Qualität als die Bayern hatten, aber immer noch so dicht dran waren, dass sie in einer Saison, in der alles gepasst hat, auch mal 'nen Meistertitel einfahren konnten.

Ich glaube aber auch nicht ernsthaft, dass sich da in absehbarer Zeit etwas ändern wird.
Im Fußball ist mittlerweile soviel Geld unterwegs, dass man damit problemlos die Qualität auch in der Breite erhöhen könnte.
Nur solange der Löwenanteil an einige wenige Clubs geht, wird die Schere immer weiter auseinander gehen und der Liga droht auf Jahre hinaus die große Langeweile.